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#brotfurdiewelt — Public Fediverse posts

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  1. Heute beginnt das @dearfuture #Nachhaltigkeitsfestival in und um #Dresden. Unzählige Veranstaltungen jeglicher Art diese und nächste Woche: dearfuturedresden.de/festival2

    💡 Besonderer Tipp am 22.9. 18:30 im #ImpactHub: Digitaler Kolonialismus (Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen) mit Sven Hilbig von #BrotfürdieWelt , nach dem gleichnamigen Buch von ihm und @roofjoke
    (@netzpolitik_feed)
    ❗ Findet nur bei genügend Teilnehmenden statt! -> dearfuturedresden.de/festival2

    #Sachsen #Nachhaltigkeit #connected #bigtech #socialmedia #ki #digitalerkolonialismus

  2. Heute beginnt das @dearfuture #Nachhaltigkeitsfestival in und um #Dresden. Unzählige Veranstaltungen jeglicher Art diese und nächste Woche: dearfuturedresden.de/festival2

    💡 Besonderer Tipp am 22.9. 18:30 im #ImpactHub: Digitaler Kolonialismus (Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen) mit Sven Hilbig von #BrotfürdieWelt , nach dem gleichnamigen Buch von ihm und @roofjoke
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    #Sachsen #Nachhaltigkeit #connected #bigtech #socialmedia #ki #digitalerkolonialismus

  3. Heute beginnt das @dearfuture #Nachhaltigkeitsfestival in und um #Dresden. Unzählige Veranstaltungen jeglicher Art diese und nächste Woche: dearfuturedresden.de/festival2

    💡 Besonderer Tipp am 22.9. 18:30 im #ImpactHub: Digitaler Kolonialismus (Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen) mit Sven Hilbig von #BrotfürdieWelt , nach dem gleichnamigen Buch von ihm und @roofjoke
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    #Sachsen #Nachhaltigkeit #connected #bigtech #socialmedia #ki #digitalerkolonialismus

  4. Heute beginnt das @dearfuture #Nachhaltigkeitsfestival in und um #Dresden. Unzählige Veranstaltungen jeglicher Art diese und nächste Woche: dearfuturedresden.de/festival2

    💡 Besonderer Tipp am 22.9. 18:30 im #ImpactHub: Digitaler Kolonialismus (Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen) mit Sven Hilbig von #BrotfürdieWelt , nach dem gleichnamigen Buch von ihm und @roofjoke
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    #Sachsen #Nachhaltigkeit #connected #bigtech #socialmedia #ki #digitalerkolonialismus

  5. Für alle, die #Dresden sowieso mal besuchen wollten: Es werden noch Anmeldungen für den Slot zu digitalem Kolonialismus mit #BrotfürdieWelt #SvenHilbig gesucht, am 22.9. dearfuturedresden.de/festival2 @roofjoke

  6. Für alle, die #Dresden sowieso mal besuchen wollten: Es werden noch Anmeldungen für den Slot zu digitalem Kolonialismus mit #BrotfürdieWelt #SvenHilbig gesucht, am 22.9. dearfuturedresden.de/festival2 @roofjoke

  7. Für alle, die #Dresden sowieso mal besuchen wollten: Es werden noch Anmeldungen für den Slot zu digitalem Kolonialismus mit #BrotfürdieWelt #SvenHilbig gesucht, am 22.9. dearfuturedresden.de/festival2 @roofjoke

  8. Für alle, die #Dresden sowieso mal besuchen wollten: Es werden noch Anmeldungen für den Slot zu digitalem Kolonialismus mit #BrotfürdieWelt #SvenHilbig gesucht, am 22.9. dearfuturedresden.de/festival2 @roofjoke

  9. Straße von Hormus - Brot für die Welt fordert unabhängige Ernährungssysteme

    Es droht eine weitere Ernährungskrise. Die Hilfsorganisation Brot für die Welt warnt vor einer Katastrophe mit Ansage. Grund dafür ist die Straße von Hormus.#BrotfürdieWelt #StraßevonHormus #Irankrieg #Ernährungskrise #DasistEntwicklungshilfe
    Gesperrte Straße von Hormus - Brot für die Welt warnt vor Katastrophe mit Ansage

  10. Straße von Hormus - Brot für die Welt fordert unabhängige Ernährungssysteme

    Es droht eine weitere Ernährungskrise. Die Hilfsorganisation Brot für die Welt warnt vor einer Katastrophe mit Ansage. Grund dafür ist die Straße von Hormus.#BrotfürdieWelt #StraßevonHormus #Irankrieg #Ernährungskrise #DasistEntwicklungshilfe
    Gesperrte Straße von Hormus - Brot für die Welt warnt vor Katastrophe mit Ansage

  11. Straße von Hormus - Brot für die Welt fordert unabhängige Ernährungssysteme

    Es droht eine weitere Ernährungskrise. Die Hilfsorganisation Brot für die Welt warnt vor einer Katastrophe mit Ansage. Grund dafür ist die Straße von Hormus.#BrotfürdieWelt #StraßevonHormus #Irankrieg #Ernährungskrise #DasistEntwicklungshilfe
    Gesperrte Straße von Hormus - Brot für die Welt warnt vor Katastrophe mit Ansage

  12. Straße von Hormus - Brot für die Welt fordert unabhängige Ernährungssysteme

    Es droht eine weitere Ernährungskrise. Die Hilfsorganisation Brot für die Welt warnt vor einer Katastrophe mit Ansage. Grund dafür ist die Straße von Hormus.#BrotfürdieWelt #StraßevonHormus #Irankrieg #Ernährungskrise #DasistEntwicklungshilfe
    Gesperrte Straße von Hormus - Brot für die Welt warnt vor Katastrophe mit Ansage

  13. RE: social.gelbphoenix.de/@gelbpho

    Wow! Ich las gerade die Einleitung von #digitalerkolonialismus von @roofjoke und @svenhilbig , erschienen bei #chbeck . Ich wusst ja ohnehin, dass das ganz sicher ein gutes Buch ist. Aber Schreibstil und #typographie machen richtig Lust aufs Weiterlesen. #brotfurdiewelt #diakonie

  14. RE: social.gelbphoenix.de/@gelbpho

    Wow! Ich las gerade die Einleitung von #digitalerkolonialismus von @roofjoke und @svenhilbig , erschienen bei #chbeck . Ich wusst ja ohnehin, dass das ganz sicher ein gutes Buch ist. Aber Schreibstil und #typographie machen richtig Lust aufs Weiterlesen. #brotfurdiewelt #diakonie

  15. RE: social.gelbphoenix.de/@gelbpho

    Wow! Ich las gerade die Einleitung von #digitalerkolonialismus von @roofjoke und @svenhilbig , erschienen bei #chbeck . Ich wusst ja ohnehin, dass das ganz sicher ein gutes Buch ist. Aber Schreibstil und #typographie machen richtig Lust aufs Weiterlesen. #brotfurdiewelt #diakonie

  16. RE: social.gelbphoenix.de/@gelbpho

    Wow! Ich las gerade die Einleitung von #digitalerkolonialismus von @roofjoke und @svenhilbig , erschienen bei #chbeck . Ich wusst ja ohnehin, dass das ganz sicher ein gutes Buch ist. Aber Schreibstil und #typographie machen richtig Lust aufs Weiterlesen. #brotfurdiewelt #diakonie

  17. Bei zwei Christvespern gestern hat die Gemeinde immerhin rund 3.850 € Kollekte gegeben. Wie immer am #heiligabend geht das Geld in voller Höhe für die Ärmsten an #brotfurdiewelt.

  18. Bei zwei Christvespern gestern hat die Gemeinde immerhin rund 3.850 € Kollekte gegeben. Wie immer am #heiligabend geht das Geld in voller Höhe für die Ärmsten an #brotfurdiewelt.

  19. Welthungertag

    Seit 1979 wird an jedem 16. Oktober der internationale Welternährungstag begangen. Im UN-Sozialpakt von 1966 heißt es, dass jeder Mensch das Recht auf Zugang zu angemessener Nahrung hat, die ausreichend, gesund und kulturell akzeptabel sein muss. Gleichzeitig verhungerten Menschen im Gaza-Streifen – nicht aus Armut oder Nahrungsmangel, sondern weil die israelische Regierung es so wollte. Besser kann man kaum verdeutlichen, wie rücksichtslos sich Staaten über Völkerrecht und Menschenrechte hinwegsetzen, wenn es um ihre Interessen geht.

    Der Welternährungstag soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit Millionen Menschen an Hunger leiden. Am gleichen Tag findet auch der ‘Welttag des Brotes’ statt, weil Brot früher als Synonym für Nahrung, Speise und Verpflegung galt. Zivilgesellschaftliche Verbände sprechen auch vom ‘Welthungertag‘. Das Datum wurde gewählt, weil am 16. Oktober 1945 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mit dem Schwerpunkt ‘Sicherstellung der weltweiten Ernährung’ gegründet wurde.

    Der Welternährungstag findet jedes Jahr unter einem neuen Motto statt. 2025 lautet es “Hand in Hand für bessere Lebensmittel und eine bessere Zukunft”; 2024 ging es um „Das Recht auf Nahrung für ein besseres Leben“ und 2023 um „Wasser ist Leben – Wasser ist Nahrung.“ Neben offiziellen Tagungen, die sich an diesem Tag mit den Themen Welthunger und Ernährungssicherheit befassen, nutzen auch Nichtregierungsorganisationen den Tag, um auf das weltweite Hungerproblem aufmerksam zu machen. 

    2023 waren mehr als 700 Millionen Menschen auf der Welt von Hunger betroffen, das ist ungefähr jeder elfte Mensch. Etwa 29% der Weltbevölkerung hatten keinen regelmäßigen Zugang zu ausreichenden Nahrungsmitteln, waren also von Ernährungsunsicherheit betroffen. Nachdem die Zahlen jahrelang gesunken waren, gab es von 2019 auf 2020 wegen der Corona-Pandemie wieder einen starken Anstieg. Seitdem stagnieren die Zahlen oder steigen weiter. Gründe hierfür sind laut FAO Krisen, Konflikte und die anhaltende Inflation der Lebensmittelpreise. Demnach werden die Vereinten Nationen ihr für 2030 geplantes Ziel „Kein Hunger“ weit verfehlen.

    Acht Prozent der Menschen, die unter Hunger leiden, sind von akutem Hunger betroffen. Dieser Begriff bezeichnet Unterernährung in extremster Form über einen abgrenzbaren Zeitraum, zum Beispiele im Zusammenhang mit Krisen wie Dürren, Kriegen und Katastrophen. Chronischer Hunger bedeutet dauerhafte Unterernährung. Er ist global am weitesten verbreitet und tritt zumeist im Zusammenhang mit Armut auf. Verborgener Hunger ist eine Form des chronischen Hungers, gekennzeichnet durch eine einseitige Ernährung, bei der dauerhaft wichtige Nährstoffe fehlen. Dies führt zu schweren Erkrankungen und hemmt die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder.

    Selbstverständlich gibt es seit Jahrzehnten Maßnahmen gegen Hunger und Unterernährung. Eine Vielzahl internationaler und gemeinnütziger Organisationen ist hier tätig, z.B. die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen mit ihrem World Food Program oder die Welthungerhilfe und ‘Brot für die Welt’. Sie bemühen sich um eine Steigerung der Nahrungsmittelproduktion, um Bewässerung, Düngung, Saatgut und neue Technologien sowie um den Austausch zwischen Defizit- und Überschussregionen. Allein in Deutschland werden jährlich rund 11 Mio. Tonnen Lebensmittel entsorgt, die zum Teil noch genießbar wären.

    Nationale und internationale Organisationen ermitteln jährlich den Welthungerindex (WHI). Dieses Instrument erfasst die Hungersituation global, regional und national, beschreibt die Verbreitung von Hunger und Unterernährung in einzelnen Ländern und misst die Fortschritte und Misserfolge im globalen Kampf gegen den Hunger. Anhand der ermittelten Daten lässt sich eine Rangfolge der Staaten erstellen, und aktuelle Ergebnisse können mit vergangenen verglichen werden. Der Index wurde ursprünglich vom internationalen Forschungsinstitut für Ernährungs- und Entwicklungspolitik (IFPRI) in Zusammenarbeit mit der deutschen Welthungerhilfe erarbeitet. Später trat das Institut Concern Worldwide an die Stelle des IFPRI.

    Der WHI-Wert jedes Landes wird durch eine Formel mit vier Indikatoren berechnet:

    # Unterernährung: Anteil der Bevölkerung, deren Bedarf an Lebensmitteln nicht gedeckt ist;

    # Wachstumsverzögerung bei Kindern: Anteil der betroffenen Kinder unter fünf Jahren;

    # Auszehrung bei Kindern unter fünf Jahren (Verhältnis von Gewicht und Größe);

    # Kindersterblichkeit: Anteil der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben.

    Aus den ermittelten Werten wird die jeweilige Hungerlage errechnet und auf einer Skala von 0 Punkten (kein Hunger) bis 100 Punkten (größter Hunger) abgebildet. Die verwendeten Daten stammen von verschiedenen Organisationen der Vereinten Nationen. 

    Den aktuellen Zahlen des WHI-Index für 2024 zufolge ist der Brennpunkt der Hungerprobleme immer noch Afrika südlich der Sahara. Auf den ersten vierzehn Plätzen liegen folgende Staaten: Burundi (49,9 Punkte), Südsudan (49,9), Somalia (44,1), Jemen (41,2), Tschad (36,4), Madagaskar (36,3), Lesotho (34,9), D.R. Kongo (34,9), Haiti (34,3), Niger (34,1), Liberia (31,9), Zentralafrik. Rep. (31,5,), Nordkorea (31,4), Sierra Leone (31,2). In weiteren 28 Ländern wird der Hunger als ernst eingestuft. Ruanda, Biafra, dir Sahelzone, Äthiopien, Somalia und der Sudan stehen als Beispiele für frühere Hungersnöte.

    In jedem Jahr wählt der WHI – neben seiner statistischen Tätigkeit – ein Schwerpunktthema. Beispielsweise ging es 2011 um die Frage, wie steigende und sinkende Lebensmittelpreise den Hunger verschärfen, und 2012 darum, wie die Ernährung gesichert werden kann, wenn Land, Wasser und Energie knapp werden. 2015 und 2018 folgten die aktuellen Themen „Hunger und bewaffnete Konflikte“ und „Flucht, Vertreibung und Hunger“. 2019 befasste sich der WHI mit dem Aspekt, „wie der Klimawandel den Hunger verschärft“, und 2024 mit der Frage, wie man „mit Gendergerechtigkeit zu mehr Klimaresilienz und Zero Hunger“ gelangen kann.

    Obwohl rechnerisch genügend Nahrungsmittel für die gesamte Weltbevölkerung verfügbar wären, gibt es auch im 21. Jahrhundert noch Hungersnöte, allerdings nur noch in außereuropäischen Regionen. Hunger und Armut sind ein Teufelskreis. Unterernährung ist eine Folge, aber auch eine Ursache der Armut. Die Ursachen für Hunger sind vielfältiger als man es sich zunächst vorstellt. 

    Zunächst sind es naturgegebene Ereignisse wie Unwetter- und Naturkatastrophen, Klimawandel und Missernten. Sie haben seit jeher Hungerkrisen verursachet. Dürren oder Schädlinge zerstören die Ernten. Mit dem Klimanwandel nehmen extreme Wetterereignisse zu. Sie schwächen die Widerstandskraft der Bevölkerung, die ihr Saatgut aufbraucht und ihr Vieh schlachtet und sich damit selbst die Lebensgrundlage nimmt. Sodann gibt es die von Menschen vorsätzlich oder unabsichtlich verursachten oder in Kauf genommene Hungerkrisen oder Hungersnöte:

    Kriege und Konflikte: Flucht und Vertreibung, die wirtschaftliche und die landwirtschaftliche Infrastruktur – z.B. Bewässerung – werden zerstört.. Nahrungsmittel werden rar und teuer. 

    Ungleichheit zwischen Reich und Arm, vor allem bei der Einkommens- und Vermögensverteilung (1 % der Weltbevölkerung besitzt fast die Hälfte des Weltvermögens).

    Verzerrter Welthandel: Die reichen Staaten bestimmen die Regeln der internationalen Politik, schaffen sich Marktvorteile, nutzen die Rohstoffe der Entwicklungsländer.

    Schlechte Regierungsführung: Die Politik richtet sich nicht an den Bedürfnissen der armen Menschen aus. Es herrscht Korruption. Die Förderung der Landwirtschaft ist unzureichend.

    Ressourcenverschwendung und Klimawandel. Die Klimaänderungen wirken sich vor allem dort aus, wo ohnehin schon Mangel herrscht  (Wasserknappheit, Bodenerosion, Ausbreitung von Wüsten).

    Hungersnot liegt vor, wenn ein großer Teil der Bevölkerung unterernährt ist und der Tod durch Verhungern oder hungerbedingte Krankheiten zunimmt. Die Vereinten Nationen definieren Hungersnot wie folgt: mindestens 20% der Bevölkerung verfügen über weniger als 2100 Kilokalorien pro Tag; mindestens 30% der Kinder sind akut unterernährt; mindestens zwei von 10.000 Menschen oder vier von 10.000 Kindern sterben täglich an Nahrungsmangel.

    Hunger war im Mittelalter weit verbreitet, neben Krieg, Pest und Tod galt er als einer der vier „apokalyptischen Reiter“ (Boten des Weltuntergangs). Die größten Hungersnöte in Europa fanden 1315 bis 1317 und 1437 bis 1439 statt. Im 14. Jahrhundert starb schätzungsweise ein Drittel der europäischen Bevölkerung an der Pest („Schwarzer Tod“). Der Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien führte zu einem Jahr ohne Sommer und entsprechenden Ernteausfällen. Auch 1601/1603 und 1783/1784 sorgten Vulkanausbrüche für Hungerkatastrophen durch Überschwemmungen und Ernteausfälle.

    Eine ausführliche Statistik in Wikipedia erwähnt für 1930 v.Chr. und für 1200 v.Chr. zwei nachweisbare Hungersnöte in Ägypten und in Kleinasien. Für die Zeit ab 362 werden weltweit  70 Hungersnöte aufgelistet, davon 20 mit einer Million Toten oder mehr. Zumeist waren extrem kalte Winter und Missernten der Anlass. Die Auflistung endet mit 2023 bis 2025 für Palästina. Wiederholt betroffen waren Indien/Bengalen mit fünf Katastrophen und 40 Mio. Opfern sowie China mit sechs großen Hungersnöten und bis zu 75 Mio. Toten, wobei die Angaben für die Katastrophe von 1959/61 zwischen 15 und 43 Mio. schwanken. Im 17. Jahrhundert führte eine Hungersnot in Indien sogar zum offenen Kannibalismus. 

    Auch Russland war mehrfach betroffen: 1921/24 mit 5 Mio. Opfern, 1946/47 mit 1-2 Mio. Toten und Anfang der 30er Jahre mit 8 bis 9 Mio. Opfern. In Frankreich starben 1708 1-2 Mio. Menschen an Hunger. In Nordkorea herrschte 1994-97 eine Hungersnot mit 1-2 Mio. Opfern. In Deutschland führte der dreißigjährige Krieg (1618-48) in vielen Regionen zu Hunger und Elend. Auch der „Steckrübenwinter“ 1916/17 mit knapp einer Mio. Toten und der Hungerwinter 1946/47 haben Deutschland vor riesige Probleme gestellt. 1844-1849 sorgte die Katoffelfäule in Westeuropa für eine Million Tote.

    Seit rund fünfzig Jahren wird neben den natürlichen und ökonomischen Ursachen von Hungersnöten den sozialen und politischen Gründen stärkere Aufmerksamkeit gewidmet. „Künstliche Hungersnöte“ entstehen durch Krieg, politische Misswirtschaft oder den Missbrauch von Hunger als Waffe. Sie werden oft absichtlich ausgelöst, können aber auch Resultat einer verfehlten Regierungspolitik sein.

    Historisch ist das Aushungern fast so alt wie der Krieg selbst. Schon bei der Belagerung Karthagos setzten die Römer die Hungerwaffe ein. – Der Hunger der Jahre 1916-1918 im Libanon war ein Ergebnis von kriegsbedingter Blockade und Requirierung. – Die russische Regierung verursachte durch eine rücksichtslose Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in den 30er Jahren in der Ukraine eine Hungersnot mit 3 bis 7 Mio. Toten. Diese Katastrophe ist immer noch als „Holodomor“ in Erinnerung. – 1941 bis 1944 belagerten und blockierten deutsche, finnische und spanische Truppen die russische Stadt Leningrad, letztlich erfolglos. Dieses Kriegsverbrechen kostete etwa 1,1 Mio. Zivilisten das Leben, die meisten verhungerten. – Im syrischen Bürgerkrieg wurde Aleppo vier Jahre lang eingekesselt, die Nahrungsmittelversorgung brach zusammen. – Seit Jahren belagern Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate den Jemen und bewirken dort bittere Armut und Hungersnot.

    Israel war also keineswegs der erste bzw. der einzige Staat, der Hunger als Waffe einsetzte. Allerdings zieht der Gaza-Krieg aus verschiedenen Gründen Aufmerksamkeit und Protest auf sich: Israel und Palästina sind seit fast 80 Jahren in Konflikte und Auseinandersetzungen verwickelt – Israel missachtet sämtliche UN-Resolutionen zur Palästinafrage – Monatelang hat Israel Transporte mit Nahrungsmitteln an der Fahrt nach Gaza gehindert – Auch die Mittelmeerküste von Gaza wurde von Israel für Nahrungsmittellieferungen gesperrt – Die Vereinten Nationen haben offiziell festgestellt, dass im Gazastreifen Hungersnot herrschte – Mehr als 100 zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen haben angeprangert, dass Israel Aushungern als Waffe einsetzt – Israels Finanzminister hat erklärt, es wäre moralisch und richtig, die zwei Millionen Palästinenser im Gazastreifen zu Tode hungern zu lassen, bis die von der Hamas verschleppten Geiseln frei sind.

    Der Einsatz von Hunger als Kriegswaffe gegen Zivilist/innen ist völkerrechtlichswidrig. Artikel 14 des Zusatzprotokolls zur Genfer Konvention von 1977 verbietet „die Zerstörung, Entfernung oder Unbrauchbarmachung von für die Zivilbevölkerung lebensnotwendigen Objekten, wozu auch Lebensmittel, Wasser und medizinische Versorgung gehören.“  Ein Verstoß gilt als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, in schwerwiegenden Fällen als Völkermord. 

    Im Mai 2018 hat eine Resolution des UN-Sicherheitsrats ausdrücklich das Aushungern von Zivilisten als Kriegswaffe verurteilt und den Einsatz von Hunger als Mittel der Kriegsführung als mögliches Kriegsverbrechen bezeichnet. Alle Konfliktparteien sollen das humanitäre Völkerrecht einhalten und einen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe gewährleisten. 

    Der Beschluss wurde einstimmig gefasst, er stellt einen wichtigen Schritt zur internationalen Ächtung von Hunger als Kriegswaffe dar. Der UN-Generalsekretär ist aufgefordert, regelmäßig über die humanitäre Lage und die Gefahr von Hungersnöten in Konfliktgebieten zu berichten. Allerdings bleibt die Umsetzung der Resolution lückenhaft. In vielen Konfliktregionen wird Hunger weiterhin als Kriegswaffe eingesetzt.

    Über Heiner Jüttner:

    Der Autor war von 1972 bis 1982 FDP-Mitglied, 1980 Bundestagskandidat, 1981-1982 Vorsitzender in Aachen, 1982-1983 Landesvorsitzender der Liberalen Demokraten NRW, 1984 bis 1991 Ratsmitglied der Grünen in Aachen, 1991-98 Beigeordneter der Stadt Aachen. 1999–2007 kaufmännischer Geschäftsführer der Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel, die die Stadt Aachen und den Kreis Aachen mit Trinkwasser beliefert.

  20. Welthungertag

    Seit 1979 wird an jedem 16. Oktober der internationale Welternährungstag begangen. Im UN-Sozialpakt von 1966 heißt es, dass jeder Mensch das Recht auf Zugang zu angemessener Nahrung hat, die ausreichend, gesund und kulturell akzeptabel sein muss. Gleichzeitig verhungerten Menschen im Gaza-Streifen – nicht aus Armut oder Nahrungsmangel, sondern weil die israelische Regierung es so wollte. Besser kann man kaum verdeutlichen, wie rücksichtslos sich Staaten über Völkerrecht und Menschenrechte hinwegsetzen, wenn es um ihre Interessen geht.

    Der Welternährungstag soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit Millionen Menschen an Hunger leiden. Am gleichen Tag findet auch der ‘Welttag des Brotes’ statt, weil Brot früher als Synonym für Nahrung, Speise und Verpflegung galt. Zivilgesellschaftliche Verbände sprechen auch vom ‘Welthungertag‘. Das Datum wurde gewählt, weil am 16. Oktober 1945 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mit dem Schwerpunkt ‘Sicherstellung der weltweiten Ernährung’ gegründet wurde.

    Der Welternährungstag findet jedes Jahr unter einem neuen Motto statt. 2025 lautet es “Hand in Hand für bessere Lebensmittel und eine bessere Zukunft”; 2024 ging es um „Das Recht auf Nahrung für ein besseres Leben“ und 2023 um „Wasser ist Leben – Wasser ist Nahrung.“ Neben offiziellen Tagungen, die sich an diesem Tag mit den Themen Welthunger und Ernährungssicherheit befassen, nutzen auch Nichtregierungsorganisationen den Tag, um auf das weltweite Hungerproblem aufmerksam zu machen. 

    2023 waren mehr als 700 Millionen Menschen auf der Welt von Hunger betroffen, das ist ungefähr jeder elfte Mensch. Etwa 29% der Weltbevölkerung hatten keinen regelmäßigen Zugang zu ausreichenden Nahrungsmitteln, waren also von Ernährungsunsicherheit betroffen. Nachdem die Zahlen jahrelang gesunken waren, gab es von 2019 auf 2020 wegen der Corona-Pandemie wieder einen starken Anstieg. Seitdem stagnieren die Zahlen oder steigen weiter. Gründe hierfür sind laut FAO Krisen, Konflikte und die anhaltende Inflation der Lebensmittelpreise. Demnach werden die Vereinten Nationen ihr für 2030 geplantes Ziel „Kein Hunger“ weit verfehlen.

    Acht Prozent der Menschen, die unter Hunger leiden, sind von akutem Hunger betroffen. Dieser Begriff bezeichnet Unterernährung in extremster Form über einen abgrenzbaren Zeitraum, zum Beispiele im Zusammenhang mit Krisen wie Dürren, Kriegen und Katastrophen. Chronischer Hunger bedeutet dauerhafte Unterernährung. Er ist global am weitesten verbreitet und tritt zumeist im Zusammenhang mit Armut auf. Verborgener Hunger ist eine Form des chronischen Hungers, gekennzeichnet durch eine einseitige Ernährung, bei der dauerhaft wichtige Nährstoffe fehlen. Dies führt zu schweren Erkrankungen und hemmt die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder.

    Selbstverständlich gibt es seit Jahrzehnten Maßnahmen gegen Hunger und Unterernährung. Eine Vielzahl internationaler und gemeinnütziger Organisationen ist hier tätig, z.B. die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen mit ihrem World Food Program oder die Welthungerhilfe und ‘Brot für die Welt’. Sie bemühen sich um eine Steigerung der Nahrungsmittelproduktion, um Bewässerung, Düngung, Saatgut und neue Technologien sowie um den Austausch zwischen Defizit- und Überschussregionen. Allein in Deutschland werden jährlich rund 11 Mio. Tonnen Lebensmittel entsorgt, die zum Teil noch genießbar wären.

    Nationale und internationale Organisationen ermitteln jährlich den Welthungerindex (WHI). Dieses Instrument erfasst die Hungersituation global, regional und national, beschreibt die Verbreitung von Hunger und Unterernährung in einzelnen Ländern und misst die Fortschritte und Misserfolge im globalen Kampf gegen den Hunger. Anhand der ermittelten Daten lässt sich eine Rangfolge der Staaten erstellen, und aktuelle Ergebnisse können mit vergangenen verglichen werden. Der Index wurde ursprünglich vom internationalen Forschungsinstitut für Ernährungs- und Entwicklungspolitik (IFPRI) in Zusammenarbeit mit der deutschen Welthungerhilfe erarbeitet. Später trat das Institut Concern Worldwide an die Stelle des IFPRI.

    Der WHI-Wert jedes Landes wird durch eine Formel mit vier Indikatoren berechnet:

    # Unterernährung: Anteil der Bevölkerung, deren Bedarf an Lebensmitteln nicht gedeckt ist;

    # Wachstumsverzögerung bei Kindern: Anteil der betroffenen Kinder unter fünf Jahren;

    # Auszehrung bei Kindern unter fünf Jahren (Verhältnis von Gewicht und Größe);

    # Kindersterblichkeit: Anteil der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben.

    Aus den ermittelten Werten wird die jeweilige Hungerlage errechnet und auf einer Skala von 0 Punkten (kein Hunger) bis 100 Punkten (größter Hunger) abgebildet. Die verwendeten Daten stammen von verschiedenen Organisationen der Vereinten Nationen. 

    Den aktuellen Zahlen des WHI-Index für 2024 zufolge ist der Brennpunkt der Hungerprobleme immer noch Afrika südlich der Sahara. Auf den ersten vierzehn Plätzen liegen folgende Staaten: Burundi (49,9 Punkte), Südsudan (49,9), Somalia (44,1), Jemen (41,2), Tschad (36,4), Madagaskar (36,3), Lesotho (34,9), D.R. Kongo (34,9), Haiti (34,3), Niger (34,1), Liberia (31,9), Zentralafrik. Rep. (31,5,), Nordkorea (31,4), Sierra Leone (31,2). In weiteren 28 Ländern wird der Hunger als ernst eingestuft. Ruanda, Biafra, dir Sahelzone, Äthiopien, Somalia und der Sudan stehen als Beispiele für frühere Hungersnöte.

    In jedem Jahr wählt der WHI – neben seiner statistischen Tätigkeit – ein Schwerpunktthema. Beispielsweise ging es 2011 um die Frage, wie steigende und sinkende Lebensmittelpreise den Hunger verschärfen, und 2012 darum, wie die Ernährung gesichert werden kann, wenn Land, Wasser und Energie knapp werden. 2015 und 2018 folgten die aktuellen Themen „Hunger und bewaffnete Konflikte“ und „Flucht, Vertreibung und Hunger“. 2019 befasste sich der WHI mit dem Aspekt, „wie der Klimawandel den Hunger verschärft“, und 2024 mit der Frage, wie man „mit Gendergerechtigkeit zu mehr Klimaresilienz und Zero Hunger“ gelangen kann.

    Obwohl rechnerisch genügend Nahrungsmittel für die gesamte Weltbevölkerung verfügbar wären, gibt es auch im 21. Jahrhundert noch Hungersnöte, allerdings nur noch in außereuropäischen Regionen. Hunger und Armut sind ein Teufelskreis. Unterernährung ist eine Folge, aber auch eine Ursache der Armut. Die Ursachen für Hunger sind vielfältiger als man es sich zunächst vorstellt. 

    Zunächst sind es naturgegebene Ereignisse wie Unwetter- und Naturkatastrophen, Klimawandel und Missernten. Sie haben seit jeher Hungerkrisen verursachet. Dürren oder Schädlinge zerstören die Ernten. Mit dem Klimanwandel nehmen extreme Wetterereignisse zu. Sie schwächen die Widerstandskraft der Bevölkerung, die ihr Saatgut aufbraucht und ihr Vieh schlachtet und sich damit selbst die Lebensgrundlage nimmt. Sodann gibt es die von Menschen vorsätzlich oder unabsichtlich verursachten oder in Kauf genommene Hungerkrisen oder Hungersnöte:

    Kriege und Konflikte: Flucht und Vertreibung, die wirtschaftliche und die landwirtschaftliche Infrastruktur – z.B. Bewässerung – werden zerstört.. Nahrungsmittel werden rar und teuer. 

    Ungleichheit zwischen Reich und Arm, vor allem bei der Einkommens- und Vermögensverteilung (1 % der Weltbevölkerung besitzt fast die Hälfte des Weltvermögens).

    Verzerrter Welthandel: Die reichen Staaten bestimmen die Regeln der internationalen Politik, schaffen sich Marktvorteile, nutzen die Rohstoffe der Entwicklungsländer.

    Schlechte Regierungsführung: Die Politik richtet sich nicht an den Bedürfnissen der armen Menschen aus. Es herrscht Korruption. Die Förderung der Landwirtschaft ist unzureichend.

    Ressourcenverschwendung und Klimawandel. Die Klimaänderungen wirken sich vor allem dort aus, wo ohnehin schon Mangel herrscht  (Wasserknappheit, Bodenerosion, Ausbreitung von Wüsten).

    Hungersnot liegt vor, wenn ein großer Teil der Bevölkerung unterernährt ist und der Tod durch Verhungern oder hungerbedingte Krankheiten zunimmt. Die Vereinten Nationen definieren Hungersnot wie folgt: mindestens 20% der Bevölkerung verfügen über weniger als 2100 Kilokalorien pro Tag; mindestens 30% der Kinder sind akut unterernährt; mindestens zwei von 10.000 Menschen oder vier von 10.000 Kindern sterben täglich an Nahrungsmangel.

    Hunger war im Mittelalter weit verbreitet, neben Krieg, Pest und Tod galt er als einer der vier „apokalyptischen Reiter“ (Boten des Weltuntergangs). Die größten Hungersnöte in Europa fanden 1315 bis 1317 und 1437 bis 1439 statt. Im 14. Jahrhundert starb schätzungsweise ein Drittel der europäischen Bevölkerung an der Pest („Schwarzer Tod“). Der Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien führte zu einem Jahr ohne Sommer und entsprechenden Ernteausfällen. Auch 1601/1603 und 1783/1784 sorgten Vulkanausbrüche für Hungerkatastrophen durch Überschwemmungen und Ernteausfälle.

    Eine ausführliche Statistik in Wikipedia erwähnt für 1930 v.Chr. und für 1200 v.Chr. zwei nachweisbare Hungersnöte in Ägypten und in Kleinasien. Für die Zeit ab 362 werden weltweit  70 Hungersnöte aufgelistet, davon 20 mit einer Million Toten oder mehr. Zumeist waren extrem kalte Winter und Missernten der Anlass. Die Auflistung endet mit 2023 bis 2025 für Palästina. Wiederholt betroffen waren Indien/Bengalen mit fünf Katastrophen und 40 Mio. Opfern sowie China mit sechs großen Hungersnöten und bis zu 75 Mio. Toten, wobei die Angaben für die Katastrophe von 1959/61 zwischen 15 und 43 Mio. schwanken. Im 17. Jahrhundert führte eine Hungersnot in Indien sogar zum offenen Kannibalismus. 

    Auch Russland war mehrfach betroffen: 1921/24 mit 5 Mio. Opfern, 1946/47 mit 1-2 Mio. Toten und Anfang der 30er Jahre mit 8 bis 9 Mio. Opfern. In Frankreich starben 1708 1-2 Mio. Menschen an Hunger. In Nordkorea herrschte 1994-97 eine Hungersnot mit 1-2 Mio. Opfern. In Deutschland führte der dreißigjährige Krieg (1618-48) in vielen Regionen zu Hunger und Elend. Auch der „Steckrübenwinter“ 1916/17 mit knapp einer Mio. Toten und der Hungerwinter 1946/47 haben Deutschland vor riesige Probleme gestellt. 1844-1849 sorgte die Katoffelfäule in Westeuropa für eine Million Tote.

    Seit rund fünfzig Jahren wird neben den natürlichen und ökonomischen Ursachen von Hungersnöten den sozialen und politischen Gründen stärkere Aufmerksamkeit gewidmet. „Künstliche Hungersnöte“ entstehen durch Krieg, politische Misswirtschaft oder den Missbrauch von Hunger als Waffe. Sie werden oft absichtlich ausgelöst, können aber auch Resultat einer verfehlten Regierungspolitik sein.

    Historisch ist das Aushungern fast so alt wie der Krieg selbst. Schon bei der Belagerung Karthagos setzten die Römer die Hungerwaffe ein. – Der Hunger der Jahre 1916-1918 im Libanon war ein Ergebnis von kriegsbedingter Blockade und Requirierung. – Die russische Regierung verursachte durch eine rücksichtslose Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in den 30er Jahren in der Ukraine eine Hungersnot mit 3 bis 7 Mio. Toten. Diese Katastrophe ist immer noch als „Holodomor“ in Erinnerung. – 1941 bis 1944 belagerten und blockierten deutsche, finnische und spanische Truppen die russische Stadt Leningrad, letztlich erfolglos. Dieses Kriegsverbrechen kostete etwa 1,1 Mio. Zivilisten das Leben, die meisten verhungerten. – Im syrischen Bürgerkrieg wurde Aleppo vier Jahre lang eingekesselt, die Nahrungsmittelversorgung brach zusammen. – Seit Jahren belagern Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate den Jemen und bewirken dort bittere Armut und Hungersnot.

    Israel war also keineswegs der erste bzw. der einzige Staat, der Hunger als Waffe einsetzte. Allerdings zieht der Gaza-Krieg aus verschiedenen Gründen Aufmerksamkeit und Protest auf sich: Israel und Palästina sind seit fast 80 Jahren in Konflikte und Auseinandersetzungen verwickelt – Israel missachtet sämtliche UN-Resolutionen zur Palästinafrage – Monatelang hat Israel Transporte mit Nahrungsmitteln an der Fahrt nach Gaza gehindert – Auch die Mittelmeerküste von Gaza wurde von Israel für Nahrungsmittellieferungen gesperrt – Die Vereinten Nationen haben offiziell festgestellt, dass im Gazastreifen Hungersnot herrschte – Mehr als 100 zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen haben angeprangert, dass Israel Aushungern als Waffe einsetzt – Israels Finanzminister hat erklärt, es wäre moralisch und richtig, die zwei Millionen Palästinenser im Gazastreifen zu Tode hungern zu lassen, bis die von der Hamas verschleppten Geiseln frei sind.

    Der Einsatz von Hunger als Kriegswaffe gegen Zivilist/innen ist völkerrechtlichswidrig. Artikel 14 des Zusatzprotokolls zur Genfer Konvention von 1977 verbietet „die Zerstörung, Entfernung oder Unbrauchbarmachung von für die Zivilbevölkerung lebensnotwendigen Objekten, wozu auch Lebensmittel, Wasser und medizinische Versorgung gehören.“  Ein Verstoß gilt als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, in schwerwiegenden Fällen als Völkermord. 

    Im Mai 2018 hat eine Resolution des UN-Sicherheitsrats ausdrücklich das Aushungern von Zivilisten als Kriegswaffe verurteilt und den Einsatz von Hunger als Mittel der Kriegsführung als mögliches Kriegsverbrechen bezeichnet. Alle Konfliktparteien sollen das humanitäre Völkerrecht einhalten und einen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe gewährleisten. 

    Der Beschluss wurde einstimmig gefasst, er stellt einen wichtigen Schritt zur internationalen Ächtung von Hunger als Kriegswaffe dar. Der UN-Generalsekretär ist aufgefordert, regelmäßig über die humanitäre Lage und die Gefahr von Hungersnöten in Konfliktgebieten zu berichten. Allerdings bleibt die Umsetzung der Resolution lückenhaft. In vielen Konfliktregionen wird Hunger weiterhin als Kriegswaffe eingesetzt.

    Über Heiner Jüttner:

    Der Autor war von 1972 bis 1982 FDP-Mitglied, 1980 Bundestagskandidat, 1981-1982 Vorsitzender in Aachen, 1982-1983 Landesvorsitzender der Liberalen Demokraten NRW, 1984 bis 1991 Ratsmitglied der Grünen in Aachen, 1991-98 Beigeordneter der Stadt Aachen. 1999–2007 kaufmännischer Geschäftsführer der Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel, die die Stadt Aachen und den Kreis Aachen mit Trinkwasser beliefert.

  21. Präsenzveranstaltung am Do 26.06.2025 in #Berlin bei #BrotfürdieWelt:
    Fachgespräch zu Sorgfaltspflichten, extraterritorialen Verpflichtungen von Staaten und der rechtlichen Verantwortung von Unternehmen #Lieferkettengesetz #PeruEquidad
    18 - 20 Uhr, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin
    Leider sind der Redaktion die teilnehmenden Expert:innen und die Verantaltungssprache nicht benannt worden. Ob es eine Übersetzung gibt, wird kurzfristig entschieden.
    Anmeldung hier: docs.google.com/forms/d/e/1FAI

  22. Präsenzveranstaltung am Do 26.06.2025 in #Berlin bei #BrotfürdieWelt:
    Fachgespräch zu Sorgfaltspflichten, extraterritorialen Verpflichtungen von Staaten und der rechtlichen Verantwortung von Unternehmen #Lieferkettengesetz #Peru
    18 - 20 Uhr, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin
    Leider sind der Redaktion die teilnehmenden Expert:innen und die Verantaltungssprache nicht benannt worden. Ob es eine Übersetzung gibt, wird kurzfristig entschieden.
    Anmeldung hier: docs.google.com/forms/d/e/1FAI

  23. Deutschland kommt im #AtlasDerZivilgesellschaft von #BrotFürDieWelt wenig vor, abgesehen von einem Interview-Schwerpunkt, dennoch erkenne ich in vielen Analysen und Berichte Tendenzen, die auch hierzulande den #CivicSpace und #Demokratie erodieren.
    brot-fuer-die-welt.de/themen/a

  24. Deutschland kommt im #AtlasDerZivilgesellschaft von #BrotFürDieWelt wenig vor, abgesehen von einem Interview-Schwerpunkt, dennoch erkenne ich in vielen Analysen und Berichte Tendenzen, die auch hierzulande den #CivicSpace und #Demokratie erodieren.
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  25. Deutschland kommt im #AtlasDerZivilgesellschaft von #BrotFürDieWelt wenig vor, abgesehen von einem Interview-Schwerpunkt, dennoch erkenne ich in vielen Analysen und Berichte Tendenzen, die auch hierzulande den #CivicSpace und #Demokratie erodieren.
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  26. Veranstaltungshinweis: #BrotfürdieWelt will gemeinsam mit Partnern in aller Welt Impulse für eine nachhaltigere Welt setzen und engagiert sich in diesem Zusammenhang auch für #Klimagerechtigkeit. Eckhard Röhm spricht darüber heute, 19:30 in der Auenkirche, #Berlin. Weitere Infos: auenkirche.de/aue-erleben/them

  27. Veranstaltungshinweis: #BrotfürdieWelt will gemeinsam mit Partnern in aller Welt Impulse für eine nachhaltigere Welt setzen und engagiert sich in diesem Zusammenhang auch für #Klimagerechtigkeit. Eckhard Röhm spricht darüber heute, 19:30 in der Auenkirche, #Berlin. Weitere Infos: auenkirche.de/aue-erleben/them

  28. Veranstaltungshinweis: #BrotfürdieWelt will gemeinsam mit Partnern in aller Welt Impulse für eine nachhaltigere Welt setzen und engagiert sich in diesem Zusammenhang auch für #Klimagerechtigkeit. Eckhard Röhm spricht darüber heute, 19:30 in der Auenkirche, #Berlin. Weitere Infos: auenkirche.de/aue-erleben/them

  29. Veranstaltungshinweis: #BrotfürdieWelt will gemeinsam mit Partnern in aller Welt Impulse für eine nachhaltigere Welt setzen und engagiert sich in diesem Zusammenhang auch für #Klimagerechtigkeit. Eckhard Röhm spricht darüber heute, 19:30 in der Auenkirche, #Berlin. Weitere Infos: auenkirche.de/aue-erleben/them

  30. 2025-03-06: São Paulo (me)
    Auch in diesem Jahr veranstaltet #BrotFürDieWelt eine besondere #Spendenaktion zur Fastenzeit. Unter der Überschrift "Fußball als Schule für das Leben" sollen Kinder und Jugendliche in einem Straßenfußball-Projekt in São Paulo Fairness, Respekt und Eigenverantwortung erlernen. So sollen sie dem Teufelskreis von #Armut und Gewalt entkommen.
    Mehr unter brot-fuer-die-welt.de/projekte

  31. 2025-03-06: São Paulo (me)
    Auch in diesem Jahr veranstaltet #BrotFürDieWelt eine besondere #Spendenaktion zur Fastenzeit. Unter der Überschrift "Fußball als Schule für das Leben" sollen Kinder und Jugendliche in einem Straßenfußball-Projekt in São Paulo Fairness, Respekt und Eigenverantwortung erlernen. So sollen sie dem Teufelskreis von #Armut und Gewalt entkommen.
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  32. Online-Veranstaltung am Mi 11.12.2024, 19 Uhr:
    Der peruanische #Kongress: eine Herausforderung für die Demokratie
    Das peruanische Parlament befindet sich in einer schweren Legitimationskrise. Mit nur sechs Prozent ist die Zustimmung auf einem historischen Tiefstand.
    Mit
    Adrian Oelschlägel, Leiter des Regionalbüros von #BrotfürdieWelt, Limac
    Cruz Silva Del Carpio, Juristin, Instituto de Defensa Legal, Lima
    Moderation: César Bazán Seminario, Infostelle #Peru
    infostelle-peru.de/veranstaltu

  33. I will go in August for one year as a volunteer in an NGO to cambodia!
    Because this is financed by another NGO from Germany, Brot für die Welt, I need to raise money! You can read here more and donate (it's in german, but I recommend Firefox translations):
    brot-fuer-die-welt.de/lorenz-i
    (boosts would be appreciated)
    #Cambodia #BrotFürDieWelt

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  37. Eigentlich ist hier jedes Wort zuviel.

    Die #AfD ist ein Auffangbecken für solche ekelhaften "Leute".

    #BrotFürDieWelt
    #LautGegenRechts #NiemalsAfD
    #NeinZuRassismus #GemeinsamGegenHass #DieInsider

    Alle wichtigen Links zum Beitrag findet ihr bei uns auf Facebook (dieinsider).

  38. Eigentlich ist hier jedes Wort zuviel.

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  41. Wir erleben in diesen Tagen zum Glück, dass viele Menschen sich erheben, um unsere #Demokratie zu verteidigen. Dass diese starken Zeichen gegen Rechts überhaupt nötig geworden sind, hat mit sich zuspitzenden Konflikten in unserer Gesellschaft zu tun. Lösungen scheinen oft in weiter Ferne. Es gibt viel Empörung und wenig Dialog, und die Politik scheint ihre Entscheidungen oft weit weg von uns Bürger:innen zu treffen.
    Eine der Fragen mit großem Spaltpotenzial: Wie kann man dringend nötigen #Klimaschutz sozial gerecht gestalten? Wir finden, es ist Zeit für den direkten Dialog mit der Politik. Und wir laden dich ein, dich daran zu beteiligen!

    Sprich selbst mit der Politik! tagderklimademokratie.de/#mitm

    Am 27. April veranstaltet #GermanZero gemeinsam mit der #BürgerlobbyKlimaschutz @tff_germany zum zweiten Mal den „Tag der Klimademokratie."
    Das Motto:
    „Hallo #Bundestag, wir müssen reden: Was ist der Plan für #FossilfreiUndFair?"

    Jetzt anmelden und Fragen stellen tagderklimademokratie.de/

    An diesem Tag starten wir so viele persönliche #Klimagespräche zwischen Bürger:innen und Bundestagsabgeordneten wie noch nie. Online und gleichzeitig im ganzen Land.
    Unterstützt werden wir von vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen wie #BrotfürdieWelt, #KlimaAllianz Deutschland, #Misereor, @wwf_deutschland oder @S4F

    #Politikgespräche
    #TagDerKlimademokratie

  42. Wir erleben in diesen Tagen zum Glück, dass viele Menschen sich erheben, um unsere #Demokratie zu verteidigen. Dass diese starken Zeichen gegen Rechts überhaupt nötig geworden sind, hat mit sich zuspitzenden Konflikten in unserer Gesellschaft zu tun. Lösungen scheinen oft in weiter Ferne. Es gibt viel Empörung und wenig Dialog, und die Politik scheint ihre Entscheidungen oft weit weg von uns Bürger:innen zu treffen.
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  45. Am 20. Januar findet un Berlin wieder die #wirhabenessatt-Demo für eine gentechnikfreie, bäuerliche und ökologische Landwirtschaft.
    Getragen u.a. von #AbL #greenpeace #Misereor #BrotFürDieWelt #Nabu #BUND.
    Kommt alle und zeigt, was wir von Regierung und Bauern erwarten!
    wir-haben-es-satt.de/

  46. Am 20. Januar findet un Berlin wieder die #wirhabenessatt-Demo für eine gentechnikfreie, bäuerliche und ökologische Landwirtschaft.
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  48. 3/ „#Nächstenliebe = #Klimaschutz!“

    Tja, das ist vielleicht etwas zu komplex, denn die Konsequenz bedeutet entweder Verhaltensänderung oder politische Aktivität (oder beides). Zu Weihnachten mal ein bisschen für #BrotFürDieWelt zu spenden, ist da viel einfacher.

    Beides #orange, übrigens.

    #LetzteGeneration #Weihnachtsbaum #Weihnachten