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#benkutz — Public Fediverse posts

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  1. Strafe muss sein

    Auch eine Art Widerstand: Milliardärsspielzeuge teurer machen

    “Rechtssein muss bestraft werden” sagte vor vielen Jahrzehnten der NRW-Jungdemokraten-Landesvorsitzende Thilo Schelling, als wir im Jungdemokraten-Bundeshauptausschuss im Hotel “Krone” in Bingen, direkt neben den Bahngleisen, Hanspeter Knirsch und Michsel Kleff zum Rücktritt aus dem Bundesvorstand trieben. Egon Bahr hatte kurz zuvor den späteren FroG (“Friends of Gerd”) Klaus-Uwe Benneter als Juso-Bundesvorsitzenden abgesetzt und aus der (anderen) Partei geschmissen. SPD und FDP bildeten seinerzeit und bis 1982 die Regierungskoalition.

    Thilos Ausspruch war – aus heutiger Sicht – ungerecht gegenüber den Betroffenen, die sich bis heute einen stabilen linksliberalen Standpunkt erlauben, was damaligen Frondeuren, unter ihnen ein gewisser Kubicki, mittlerweile gründlich misslungen ist. Ich zählte zu den Frondeuren, die sich für eine Fortsetzung der bündnispolitischen Zusammenarbeit für Frieden und Abrüstung mit den damaligen BRD-Kommunisten einsetzten. 1977 war das.

    Thilos Aussage war so allgemein freilich richtig und ist es heute immer noch. Wie kommichdrauf?

    Ben Kutz/MDR-Altpapier: Reichelt überall – Julian Reichelts Portal ‘Nius’ ist ein wirtschaftliches Desaster. Auch die Klickzahlen sind so schlecht wie nie. ‘Nius’ ist ein Portal mit verschwindend geringer Relevanz, trotzdem kommen das Portal und Reichelt ständig in den Medien vor. Warum?”

    33 Mio. Minus in drei Jahren – das ist aus unsereiner Sicht doch mal eine Hausnummer. Mann gönnt sich ja sonst nichts. Aber ist das für einen – durch unsere Krankenkassenbeiträge – Milliardär gewordenen überhaupt schmerzhaft? Sicher nicht ausreichend.

    Die eigentliche Gefahr von dem kommt nicht über seinen Hofnarren Reichelt, sondern über seinen Kasper Spahn. Und spätestens da wird es nicht Ernst. Sondern ist es schon. Spahn hat die öffentlichen Kassen längst weit umfangreicher geplündert, als das beliebte und schon weitgehend vergessene Satireobjekt Andy Scheuer. Und er hört nicht damit auf. Im Gegenteil.

  2. Strafe muss sein

    Auch eine Art Widerstand: Milliardärsspielzeuge teurer machen

    “Rechtssein muss bestraft werden” sagte vor vielen Jahrzehnten der NRW-Jungdemokraten-Landesvorsitzende Thilo Schelling, als wir im Jungdemokraten-Bundeshauptausschuss im Hotel “Krone” in Bingen, direkt neben den Bahngleisen, Hanspeter Knirsch und Michsel Kleff zum Rücktritt aus dem Bundesvorstand trieben. Egon Bahr hatte kurz zuvor den späteren FroG (“Friends of Gerd”) Klaus-Uwe Benneter als Juso-Bundesvorsitzenden abgesetzt und aus der (anderen) Partei geschmissen. SPD und FDP bildeten seinerzeit und bis 1982 die Regierungskoalition.

    Thilos Ausspruch war – aus heutiger Sicht – ungerecht gegenüber den Betroffenen, die sich bis heute einen stabilen linksliberalen Standpunkt erlauben, was damaligen Frondeuren, unter ihnen ein gewisser Kubicki, mittlerweile gründlich misslungen ist. Ich zählte zu den Frondeuren, die sich für eine Fortsetzung der bündnispolitischen Zusammenarbeit für Frieden und Abrüstung mit den damaligen BRD-Kommunisten einsetzten. 1977 war das.

    Thilos Aussage war so allgemein freilich richtig und ist es heute immer noch. Wie kommichdrauf?

    Ben Kutz/MDR-Altpapier: Reichelt überall – Julian Reichelts Portal ‘Nius’ ist ein wirtschaftliches Desaster. Auch die Klickzahlen sind so schlecht wie nie. ‘Nius’ ist ein Portal mit verschwindend geringer Relevanz, trotzdem kommen das Portal und Reichelt ständig in den Medien vor. Warum?”

    33 Mio. Minus in drei Jahren – das ist aus unsereiner Sicht doch mal eine Hausnummer. Mann gönnt sich ja sonst nichts. Aber ist das für einen – durch unsere Krankenkassenbeiträge – Milliardär gewordenen überhaupt schmerzhaft? Sicher nicht ausreichend.

    Die eigentliche Gefahr von dem kommt nicht über seinen Hofnarren Reichelt, sondern über seinen Kasper Spahn. Und spätestens da wird es nicht Ernst. Sondern ist es schon. Spahn hat die öffentlichen Kassen längst weit umfangreicher geplündert, als das beliebte und schon weitgehend vergessene Satireobjekt Andy Scheuer. Und er hört nicht damit auf. Im Gegenteil.

  3. Die Verbotspartei

    Nein, die Grünen sind nicht gemeint. Obwohl auch Grüne der hier vorzustellenden und zu kritisierenden Position anhängen. Sie spielen aber faktisch nur eine geringe, weniger als eine Nebenrolle. Denn es geht um Regierungshandeln. Und wo sind die Grünen noch in der Regierung? Bundesländer, durch die der Rhein fliesst, fallen mir ein. Worum es geht, ist aber keine Ländersache: das berühmte “Social-Media-Verbot” für Kinder und Jugendliche.

    Ben Kutz/MDR-Altpapier nahm sich gestern des Themas an, hier sein Überblick: Setzen wir gerade unsere Freiheit aufs Spiel? – Die Debatte um ein Social-Media-Verbot geht weiter und weiter. Ursula von der Leyen will das Verbot unbedingt, um jeden Preis. Das könnte uns sogar das freie Internet kosten.”

    Nach meiner unmassgeblichen persönlichen Meinung ist sein Pathos nicht übertrieben. Bei ihm bereits zitiert der immer auf Ballhöhe operierende Sebastian Meineck/netzpolitik, dessen Text ich auch hätte hier übernehmen können, aber ich bin ja nicht auf Clickbaiting aus, also bitte hier entlang:

    ‘Es ist meine Überzeugung’: Von der Leyen kommt eigenen Fachleuten zuvor und will Social-Media-Verbot – Bevor sich ihre Jugendschutz-Expert*innen dazu äußern können, fordert Ursula von der Leyen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige plus Alterskontrollen. Unsere Analyse zeigt: Die Kommissionspräsidentin folgt dem Playbook der australischen Regierung.”

    Wer hier die Verbieter*innen sind, ist also mit Namen und Adressen dokumentiert.

    Nachhilfe für die Erwachsenen

    Wie wenig medienkompetent die weit über-14-jährigen Politiker*innen hierzulande sind, das erklärt anhand der Verfassung und des Verfassungsgerichts “das grösste Arschloch der Welt” (Eigenbezeichnung) in der jüngsten Ausgabe seines ZDF-Magazins (Video 34 min.).

  4. Die Verbotspartei

    Nein, die Grünen sind nicht gemeint. Obwohl auch Grüne der hier vorzustellenden und zu kritisierenden Position anhängen. Sie spielen aber faktisch nur eine geringe, weniger als eine Nebenrolle. Denn es geht um Regierungshandeln. Und wo sind die Grünen noch in der Regierung? Bundesländer, durch die der Rhein fliesst, fallen mir ein. Worum es geht, ist aber keine Ländersache: das berühmte “Social-Media-Verbot” für Kinder und Jugendliche.

    Ben Kutz/MDR-Altpapier nahm sich gestern des Themas an, hier sein Überblick: Setzen wir gerade unsere Freiheit aufs Spiel? – Die Debatte um ein Social-Media-Verbot geht weiter und weiter. Ursula von der Leyen will das Verbot unbedingt, um jeden Preis. Das könnte uns sogar das freie Internet kosten.”

    Nach meiner unmassgeblichen persönlichen Meinung ist sein Pathos nicht übertrieben. Bei ihm bereits zitiert der immer auf Ballhöhe operierende Sebastian Meineck/netzpolitik, dessen Text ich auch hätte hier übernehmen können, aber ich bin ja nicht auf Clickbaiting aus, also bitte hier entlang:

    ‘Es ist meine Überzeugung’: Von der Leyen kommt eigenen Fachleuten zuvor und will Social-Media-Verbot – Bevor sich ihre Jugendschutz-Expert*innen dazu äußern können, fordert Ursula von der Leyen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige plus Alterskontrollen. Unsere Analyse zeigt: Die Kommissionspräsidentin folgt dem Playbook der australischen Regierung.”

    Wer hier die Verbieter*innen sind, ist also mit Namen und Adressen dokumentiert.

    Nachhilfe für die Erwachsenen

    Wie wenig medienkompetent die weit über-14-jährigen Politiker*innen hierzulande sind, das erklärt anhand der Verfassung und des Verfassungsgerichts “das grösste Arschloch der Welt” (Eigenbezeichnung) in der jüngsten Ausgabe seines ZDF-Magazins (Video 34 min.).

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  5. Die Verbotspartei

    Nein, die Grünen sind nicht gemeint. Obwohl auch Grüne der hier vorzustellenden und zu kritisierenden Position anhängen. Sie spielen aber faktisch nur eine geringe, weniger als eine Nebenrolle. Denn es geht um Regierungshandeln. Und wo sind die Grünen noch in der Regierung? Bundesländer, durch die der Rhein fliesst, fallen mir ein. Worum es geht, ist aber keine Ländersache: das berühmte “Social-Media-Verbot” für Kinder und Jugendliche.

    Ben Kutz/MDR-Altpapier nahm sich gestern des Themas an, hier sein Überblick: Setzen wir gerade unsere Freiheit aufs Spiel? – Die Debatte um ein Social-Media-Verbot geht weiter und weiter. Ursula von der Leyen will das Verbot unbedingt, um jeden Preis. Das könnte uns sogar das freie Internet kosten.”

    Nach meiner unmassgeblichen persönlichen Meinung ist sein Pathos nicht übertrieben. Bei ihm bereits zitiert der immer auf Ballhöhe operierende Sebastian Meineck/netzpolitik, dessen Text ich auch hätte hier übernehmen können, aber ich bin ja nicht auf Clickbaiting aus, also bitte hier entlang:

    ‘Es ist meine Überzeugung’: Von der Leyen kommt eigenen Fachleuten zuvor und will Social-Media-Verbot – Bevor sich ihre Jugendschutz-Expert*innen dazu äußern können, fordert Ursula von der Leyen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige plus Alterskontrollen. Unsere Analyse zeigt: Die Kommissionspräsidentin folgt dem Playbook der australischen Regierung.”

    Wer hier die Verbieter*innen sind, ist also mit Namen und Adressen dokumentiert.

    Nachhilfe für die Erwachsenen

    Wie wenig medienkompetent die weit über-14-jährigen Politiker*innen hierzulande sind, das erklärt anhand der Verfassung und des Verfassungsgerichts “das grösste Arschloch der Welt” (Eigenbezeichnung) in der jüngsten Ausgabe seines ZDF-Magazins (Video 34 min.).

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  6. Die Verbotspartei

    Nein, die Grünen sind nicht gemeint. Obwohl auch Grüne der hier vorzustellenden und zu kritisierenden Position anhängen. Sie spielen aber faktisch nur eine geringe, weniger als eine Nebenrolle. Denn es geht um Regierungshandeln. Und wo sind die Grünen noch in der Regierung? Bundesländer, durch die der Rhein fliesst, fallen mir ein. Worum es geht, ist aber keine Ländersache: das berühmte “Social-Media-Verbot” für Kinder und Jugendliche.

    Ben Kutz/MDR-Altpapier nahm sich gestern des Themas an, hier sein Überblick: Setzen wir gerade unsere Freiheit aufs Spiel? – Die Debatte um ein Social-Media-Verbot geht weiter und weiter. Ursula von der Leyen will das Verbot unbedingt, um jeden Preis. Das könnte uns sogar das freie Internet kosten.”

    Nach meiner unmassgeblichen persönlichen Meinung ist sein Pathos nicht übertrieben. Bei ihm bereits zitiert der immer auf Ballhöhe operierende Sebastian Meineck/netzpolitik, dessen Text ich auch hätte hier übernehmen können, aber ich bin ja nicht auf Clickbaiting aus, also bitte hier entlang:

    ‘Es ist meine Überzeugung’: Von der Leyen kommt eigenen Fachleuten zuvor und will Social-Media-Verbot – Bevor sich ihre Jugendschutz-Expert*innen dazu äußern können, fordert Ursula von der Leyen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige plus Alterskontrollen. Unsere Analyse zeigt: Die Kommissionspräsidentin folgt dem Playbook der australischen Regierung.”

    Wer hier die Verbieter*innen sind, ist also mit Namen und Adressen dokumentiert.

    Nachhilfe für die Erwachsenen

    Wie wenig medienkompetent die weit über-14-jährigen Politiker*innen hierzulande sind, das erklärt anhand der Verfassung und des Verfassungsgerichts “das grösste Arschloch der Welt” (Eigenbezeichnung) in der jüngsten Ausgabe seines ZDF-Magazins (Video 34 min.).

  7. Die Verbotspartei

    Nein, die Grünen sind nicht gemeint. Obwohl auch Grüne der hier vorzustellenden und zu kritisierenden Position anhängen. Sie spielen aber faktisch nur eine geringe, weniger als eine Nebenrolle. Denn es geht um Regierungshandeln. Und wo sind die Grünen noch in der Regierung? Bundesländer, durch die der Rhein fliesst, fallen mir ein. Worum es geht, ist aber keine Ländersache: das berühmte “Social-Media-Verbot” für Kinder und Jugendliche.

    Ben Kutz/MDR-Altpapier nahm sich gestern des Themas an, hier sein Überblick: Setzen wir gerade unsere Freiheit aufs Spiel? – Die Debatte um ein Social-Media-Verbot geht weiter und weiter. Ursula von der Leyen will das Verbot unbedingt, um jeden Preis. Das könnte uns sogar das freie Internet kosten.”

    Nach meiner unmassgeblichen persönlichen Meinung ist sein Pathos nicht übertrieben. Bei ihm bereits zitiert der immer auf Ballhöhe operierende Sebastian Meineck/netzpolitik, dessen Text ich auch hätte hier übernehmen können, aber ich bin ja nicht auf Clickbaiting aus, also bitte hier entlang:

    ‘Es ist meine Überzeugung’: Von der Leyen kommt eigenen Fachleuten zuvor und will Social-Media-Verbot – Bevor sich ihre Jugendschutz-Expert*innen dazu äußern können, fordert Ursula von der Leyen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige plus Alterskontrollen. Unsere Analyse zeigt: Die Kommissionspräsidentin folgt dem Playbook der australischen Regierung.”

    Wer hier die Verbieter*innen sind, ist also mit Namen und Adressen dokumentiert.

    Nachhilfe für die Erwachsenen

    Wie wenig medienkompetent die weit über-14-jährigen Politiker*innen hierzulande sind, das erklärt anhand der Verfassung und des Verfassungsgerichts “das grösste Arschloch der Welt” (Eigenbezeichnung) in der jüngsten Ausgabe seines ZDF-Magazins (Video 34 min.).

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  8. Text und Trash des Tages

    Guerilla-Maloche gegen das imperiale Projekt

    Update abends: und eine Mediathekperle

    Stephan Weichert ist mir schon länger ein Begriff. Für irgendwas-mit-Vernunft. Er ist gar nicht mehr so jung (52) und macht dafür merkwürdig wenig Lärm um sich selbst. Das spricht für angenehme Charakterzüge (Spekulation), oder gerade besonders schwierige? (noch mehr Spekulation). Aber dieser Text ist spitze:

    Stephan Weichert/taz: Zwischen Euphorie und Dystopie: Es gibt keine künstliche Intelligenz – Die KI-Debatte pendelt zwischen Heilsversprechen und der Sorge vor Kontrollverlust. Sie offenbart viel über Ängste und Sehnsüchte unserer Gesellschaft.”

    Schade nur, dass die taz in viele Jahre langer Penetranz online keine Links setzt. Darum hier mein besonderer Service, den ich immer wieder gerne meinem Freund Ingo Arend angedeihen lasse, in diesem Fall für diesen wirklich guten Weichert-Text.

    Ray Kurzweil: The Singularity Is Nearer

    Ders. im Spiegel

    Singularity University

    Mustafa Suleyman: The Coming Wave

    KI-Resilienz

    NYT gegen OpenAI (Tagesschau-Meldung)

    Martin Andree (taz verlinkte nur auf sich selbst)

    Karen Hao: Empire of AI

    Tristan Harris – “Wettrennen um Intimität”

    Zitat Weichert: “je häufiger wir die Maschine befragen, desto stärker tritt die Kulturtechnik des Zweifelns in den Hintergrund: das Prüfen, Abwägen, Kontextualisieren. ‘Medienkompetenz’, dereinst als pädagogische Maßnahme gegen Medienmanipulation ersonnen, wird ihre Grundlage entzogen. … Utopien zerbröseln schnell an Sicherheitsprotokollen, Betriebsratsvereinbarungen, unübersichtlichen Regelwerken. In manchen Redaktionen werden Prompts wie Geheimrezepte gehütet, als ginge es um Betriebsgeheimnisse; anderswo sperrt man die Tools gleich ganz weg, aus Angst vor Datenlecks oder Urheberrechtsverstößen. So entstehen Informationsasymmetrien im Inneren der Organisationen. … droht der weitverbreitete Linkjournalismus zu kollabieren. Wenn die Maschine den Umweg über den Journalismus erspart, verlieren Medien nicht nur Reichweite – sondern auch ihre ökonomische Grundlage. … Journalismus first, KI second

    Dä. Von dem Autor kann auch die Digitaz noch was lernen. Warum kann die nicht, was ich in einem halben Stündchen kann? Und die kriegen sogar (wenig) Geld dafür.

    Update abends

    “Angriff auf unser Menschsein” (Sherry Turkle)

    Weichert plädiert für “Journalismus first”. Entscheiden Sie selbst, inwiefern Sie das gewährleistet sehen. Dieser Film von Fred Peabody/Arte gehört für mich dazu: Der digitale Tsunami – Wie verändert sich unsere Welt, wenn KI Entscheidungen über Leben und Tod trifft, Maschinen uns beraten und Kinder mit Bildschirmen groß werden? Der Dokumentarfilm zeigt die Umbrüche der digitalen Revolution – mit all ihren gesellschaftlichen, psychologischen und politischen Konsequenzen.” Verfügbar bis 18.1.26.

    Und wieder wird bewiesen: “It’s the economy, stupid!” Ohne Revolution wird es nicht gehen …

    Nachricht des Tages

    Aus dem Zentrum der Weltmacht berichtet Newsweek, und die KI der Ippen-Gruppe hat es übersetzt: “Chinas Präsident Xi Jinping säubert seinen inneren Kreis – und bleibt einsam an der Macht”.

    Zweifellos ist diese Meldung spekulationsgetränkt. Aber wichtiger als der meiste Trash, der täglich über Sie und mich ausgekippt wird. Und die beste Nahrung für Spekulationen ist (immer!) Transparenzmangel, Klandestinität, Geheimnistuerei.

    Zweifellos ist der trump-überlegene und putin- sanktionsfähige Herr Xi Jinping über seine gesamte wendungsreiche politische Karriere darauf bedacht, sich als Anti-Korruptions-Kämpfer zu präsentieren. Inwieweit dieses von ihm präsentierte (Selbst-)Bild in der Öffentlichkeit politische Substanz hat, entzieht sich fast vollständig meiner Fachkenntnis. Aber es ist schlau. Von den gesellschaftlichen Triebkräften seines Landes und dieser Welt versteht der mächtige Mann mehr als Andere. Und zufällig ist diese Art seines Regierens auch besonders effizient für seinen Machterhalt. …

    Der niedergehende Spiegel übrigens versucht seine schwindsüchtige Auflage mit der Epstein-Affäre zu pimpen (alles Paywall). Steckt noch irgendeine neue Substanz dahinter? Wenn es einer internationalen Kooperation entspringt – vielleicht. Für den Spiegel lohnt mir das Paywallbohren nicht …

    Schlimmer noch der

    Trash des Tages

    Wenn Sie oben den klugen Herrn Weichert gelesen haben, was fällt Ihnen dann noch dazu ein?

    Ben Kutz/MDR-Altpapier: Die linearen Retter – Innovation im deutschen Fernsehen gibt’s leider quasi nie.Und lineares Fernsehen ist eh tot. Mit zwei Sendungen schaffen es Joko und Klaas, diese Behauptungen zu entkräften. Gutes Anarcho-Fernsehen wird nie sterben, Gott sei Dank.”

    Da halte ich gegen. Zwar machen die von Kutz genannten Herren (noch!) gute Geschäfte, aber doch eher als Blutsauger an einem werdenden Leichnam. Zweifellos kann Olli Dittrich ausgezeichnet labern, besser als Andere. Aber wer braucht das?

  9. Text und Trash des Tages

    Guerilla-Maloche gegen das imperiale Projekt

    Stephan Weichert ist mir schon länger ein Begriff. Für irgendwas-mit-Vernunft. Er ist gar nicht mehr so jung (52) und macht dafür merkwürdig wenig Lärm um sich selbst. Das spricht für angenehme Charakterzüge (Spekulation), oder gerade besonders schwierige? (noch mehr Spekulation). Aber dieser Text ist spitze:

    Stephan Weichert/taz: Zwischen Euphorie und Dystopie: Es gibt keine künstliche Intelligenz – Die KI-Debatte pendelt zwischen Heilsversprechen und der Sorge vor Kontrollverlust. Sie offenbart viel über Ängste und Sehnsüchte unserer Gesellschaft.”

    Schade nur, dass die taz in viele Jahre langer Penetranz online keine Links setzt. Darum hier mein besonderer Service, den ich immer wieder gerne meinem Freund Ingo Arend angedeihen lasse, in diesem Fall für diesen wirklich guten Weichert-Text.

    Ray Kurzweil: The Singularity Is Nearer

    Ders. im Spiegel

    Singularity University

    Mustafa Suleyman: The Coming Wave

    KI-Resilienz

    NYT gegen OpenAI (Tagesschau-Meldung)

    Martin Andree (taz verlinkte nur auf sich selbst)

    Karen Hao: Empire of AI

    Tristan Harris – “Wettrennen um Intimität”

    Zitat Weichert: “je häufiger wir die Maschine befragen, desto stärker tritt die Kulturtechnik des Zweifelns in den Hintergrund: das Prüfen, Abwägen, Kontextualisieren. ‘Medienkompetenz’, dereinst als pädagogische Maßnahme gegen Medienmanipulation ersonnen, wird ihre Grundlage entzogen. … Utopien zerbröseln schnell an Sicherheitsprotokollen, Betriebsratsvereinbarungen, unübersichtlichen Regelwerken. In manchen Redaktionen werden Prompts wie Geheimrezepte gehütet, als ginge es um Betriebsgeheimnisse; anderswo sperrt man die Tools gleich ganz weg, aus Angst vor Datenlecks oder Urheberrechtsverstößen. So entstehen Informationsasymmetrien im Inneren der Organisationen. … droht der weitverbreitete Linkjournalismus zu kollabieren. Wenn die Maschine den Umweg über den Journalismus erspart, verlieren Medien nicht nur Reichweite – sondern auch ihre ökonomische Grundlage. … Journalismus first, KI second

    Dä. Von dem Autor kann auch die Digitaz noch was lernen. Warum kann die nicht, was ich in einem halben Stündchen kann? Und die kriegen sogar (wenig) Geld dafür.

    Nachricht des Tages

    Aus dem Zentrum der Weltmacht berichtet Newsweek, und die KI der Ippen-Gruppe hat es übersetzt: “Chinas Präsident Xi Jinping säubert seinen inneren Kreis – und bleibt einsam an der Macht”.

    Zweifellos ist diese Meldung spekulationsgetränkt. Aber wichtiger als der meiste Trash, der täglich über Sie und mich ausgekippt wird. Zweifellos ist der trump-überlegene und putin- sanktionsfähige Herr Xi Jinping über seine gesamte wendungsreiche politische Karriere darauf bedacht, sich als Anti-Korruptions-Kämpfer zu präsentieren. Inwieweit dieses von ihm präsentierte (Selbst-)Bild in der Öffentlichkeit politische Substanz hat, entzieht sich fast vollständig meiner Fachkenntnis. Aber es ist schlau. Von den gesellschaftlichen Triebkräften seines Landes und dieser Welt versteht der mächtige Mann mehr als Andere. Und zufällig ist diese Art seines Regierens auch besonders effizient für seinen Machterhalt. …

    Der niedergehende Spiegel übrigens versucht seine schwindsüchtige Auflage mit der Epstein-Affäre zu pimpen (alles Paywall). Steckt noch irgendeine neue Substanz dahinter? Wenn es einer internationalen Kooperation entspringt – vielleicht. Für den Spiegel lohnt mir das Paywallbohren nicht …

    Schlimmer noch der

    Trash des Tages

    Wenn Sie oben den klugen Herrn Weichert gelesen haben, was fällt Ihnen dann noch dazu ein?

    Ben Kutz/MDR-Altpapier: Die linearen Retter – Innovation im deutschen Fernsehen gibt’s leider quasi nie.Und lineares Fernsehen ist eh tot. Mit zwei Sendungen schaffen es Joko und Klaas, diese Behauptungen zu entkräften. Gutes Anarcho-Fernsehen wird nie sterben, Gott sei Dank.”

    Da halte ich gegen. Zwar machen die von Kutz genannten Herren (noch!) gute Geschäfte, aber doch eher als Blutsauger an einem werdenden Leichnam. Zweifellos kann Olli Dittrich ausgezeichnet labern, besser als Andere. Aber wer braucht das?

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  10. Text und Trash des Tages

    Guerilla-Maloche gegen das imperiale Projekt

    Update abends: und eine Mediathekperle

    Stephan Weichert ist mir schon länger ein Begriff. Für irgendwas-mit-Vernunft. Er ist gar nicht mehr so jung (52) und macht dafür merkwürdig wenig Lärm um sich selbst. Das spricht für angenehme Charakterzüge (Spekulation), oder gerade besonders schwierige? (noch mehr Spekulation). Aber dieser Text ist spitze:

    Stephan Weichert/taz: Zwischen Euphorie und Dystopie: Es gibt keine künstliche Intelligenz – Die KI-Debatte pendelt zwischen Heilsversprechen und der Sorge vor Kontrollverlust. Sie offenbart viel über Ängste und Sehnsüchte unserer Gesellschaft.”

    Schade nur, dass die taz in viele Jahre langer Penetranz online keine Links setzt. Darum hier mein besonderer Service, den ich immer wieder gerne meinem Freund Ingo Arend angedeihen lasse, in diesem Fall für diesen wirklich guten Weichert-Text.

    Ray Kurzweil: The Singularity Is Nearer

    Ders. im Spiegel

    Singularity University

    Mustafa Suleyman: The Coming Wave

    KI-Resilienz

    NYT gegen OpenAI (Tagesschau-Meldung)

    Martin Andree (taz verlinkte nur auf sich selbst)

    Karen Hao: Empire of AI

    Tristan Harris – “Wettrennen um Intimität”

    Zitat Weichert: “je häufiger wir die Maschine befragen, desto stärker tritt die Kulturtechnik des Zweifelns in den Hintergrund: das Prüfen, Abwägen, Kontextualisieren. ‘Medienkompetenz’, dereinst als pädagogische Maßnahme gegen Medienmanipulation ersonnen, wird ihre Grundlage entzogen. … Utopien zerbröseln schnell an Sicherheitsprotokollen, Betriebsratsvereinbarungen, unübersichtlichen Regelwerken. In manchen Redaktionen werden Prompts wie Geheimrezepte gehütet, als ginge es um Betriebsgeheimnisse; anderswo sperrt man die Tools gleich ganz weg, aus Angst vor Datenlecks oder Urheberrechtsverstößen. So entstehen Informationsasymmetrien im Inneren der Organisationen. … droht der weitverbreitete Linkjournalismus zu kollabieren. Wenn die Maschine den Umweg über den Journalismus erspart, verlieren Medien nicht nur Reichweite – sondern auch ihre ökonomische Grundlage. … Journalismus first, KI second

    Dä. Von dem Autor kann auch die Digitaz noch was lernen. Warum kann die nicht, was ich in einem halben Stündchen kann? Und die kriegen sogar (wenig) Geld dafür.

    Update abends

    “Angriff auf unser Menschsein” (Sherry Turkle)

    Weichert plädiert für “Journalismus first”. Entscheiden Sie selbst, inwiefern Sie das gewährleistet sehen. Dieser Film von Fred Peabody/Arte gehört für mich dazu: Der digitale Tsunami – Wie verändert sich unsere Welt, wenn KI Entscheidungen über Leben und Tod trifft, Maschinen uns beraten und Kinder mit Bildschirmen groß werden? Der Dokumentarfilm zeigt die Umbrüche der digitalen Revolution – mit all ihren gesellschaftlichen, psychologischen und politischen Konsequenzen.” Verfügbar bis 18.1.26.

    Und wieder wird bewiesen: “It’s the economy, stupid!” Ohne Revolution wird es nicht gehen …

    Nachricht des Tages

    Aus dem Zentrum der Weltmacht berichtet Newsweek, und die KI der Ippen-Gruppe hat es übersetzt: “Chinas Präsident Xi Jinping säubert seinen inneren Kreis – und bleibt einsam an der Macht”.

    Zweifellos ist diese Meldung spekulationsgetränkt. Aber wichtiger als der meiste Trash, der täglich über Sie und mich ausgekippt wird. Und die beste Nahrung für Spekulationen ist (immer!) Transparenzmangel, Klandestinität, Geheimnistuerei.

    Zweifellos ist der trump-überlegene und putin- sanktionsfähige Herr Xi Jinping über seine gesamte wendungsreiche politische Karriere darauf bedacht, sich als Anti-Korruptions-Kämpfer zu präsentieren. Inwieweit dieses von ihm präsentierte (Selbst-)Bild in der Öffentlichkeit politische Substanz hat, entzieht sich fast vollständig meiner Fachkenntnis. Aber es ist schlau. Von den gesellschaftlichen Triebkräften seines Landes und dieser Welt versteht der mächtige Mann mehr als Andere. Und zufällig ist diese Art seines Regierens auch besonders effizient für seinen Machterhalt. …

    Der niedergehende Spiegel übrigens versucht seine schwindsüchtige Auflage mit der Epstein-Affäre zu pimpen (alles Paywall). Steckt noch irgendeine neue Substanz dahinter? Wenn es einer internationalen Kooperation entspringt – vielleicht. Für den Spiegel lohnt mir das Paywallbohren nicht …

    Schlimmer noch der

    Trash des Tages

    Wenn Sie oben den klugen Herrn Weichert gelesen haben, was fällt Ihnen dann noch dazu ein?

    Ben Kutz/MDR-Altpapier: Die linearen Retter – Innovation im deutschen Fernsehen gibt’s leider quasi nie.Und lineares Fernsehen ist eh tot. Mit zwei Sendungen schaffen es Joko und Klaas, diese Behauptungen zu entkräften. Gutes Anarcho-Fernsehen wird nie sterben, Gott sei Dank.”

    Da halte ich gegen. Zwar machen die von Kutz genannten Herren (noch!) gute Geschäfte, aber doch eher als Blutsauger an einem werdenden Leichnam. Zweifellos kann Olli Dittrich ausgezeichnet labern, besser als Andere. Aber wer braucht das?

  11. Den Bosbach seine Tochter

    mit Update nachmittags

    Als Helmut Lorscheid mal über CDU-interne Intrigen aus Köln und seiner Umgebung schrieb, explodierten unsere Zugriffszahlen. Woran das wohl liegt? Also jetzt Bosbach. Nicht der langjährige deutsche Talkshow-Meister Wolfgang Bosbach, die Jüngeren werden ihn nicht mehr kennen, der sich als Rechtsausleger so wenig von seinen Partei”freund*inn*en” sagen liess, wie die linke Grüne – wie heisst sie noch gleich? – Jette Nietzard. Also der alte Bosbach kämpft, wie ich, mit seiner angegriffenen Gesundheit. Dafür wünsche ich viel Erfolg. Aber der hat ‘ne Tochter, die zur Zeit zu seiner Genesung nur wenig beitragen kann.

    So haben wir von der nun auch mal erfahren. Aufmerksamkeit als Währung. Nunja, wers mag …

    Wir sollten nicht ungerecht mit der Frau sein. Als Hans Dietrich Genscher in seinem damaligen Wahlkreisbüro in Wuppertal mal Geld und Personal verschoben hatte, schadete ihm das nicht. Sondern dem Journalisten, der die Sachverhalte recherchiert hatte (ich kannte ihn persönlich). Alle tun es. Nicht alle lassen sich dabei erwischen.

    Es ist am Ende die Frage, mit wem ich zusammenarbeite, und mit wem lieber nicht. Wem kann ich vertrauen? Wer sind die “falschen Fuffziger”? Als gesellschaftlichen Trend müssen wir feststellen: Erstere sterben aus, Letztere vermehren sich. Das hat was mit dem Kapitalismus zu tun, wie sein Sein das Bewusstsein der Individuen prägt. Mann nennt es Sozialisation. Als besonders schwach entpuppen sich die, denen wir bei demokratischen Wahlen auftragen, uns zu repräsentieren.

    Mehr als die Schulkinder in den berüchtigten Pisa-Untersuchungen versagen sie bei immer mehr Grundrechenarten des demokratischen politischen Handwerks.

    Haben Sie gestern diesen Strobl in der Tagesschau gesehen (ab Minute 8:17)? Was mögen ihm Peter Thiel und Alex Karp dafür gezahlt haben? Ich sags Ihnen: NICHTS! So billig sind die zu kaufen. Der Kern des Problems ist die Dummheit.

    Update nachmittags

    Wem gehört das Land?

    Im Kern geht es um diese Frage. Die Eigentumsfrage. Aufgeworfen wird sie von “oben”, von denen, sie sowieso schon das Meiste besitzen. Es genügt ihnen nicht. Es macht süchtig. Und proportional skrupellos.

    Zur in der Tagesschau und in der Spiegel-Paywall thematisierten Unterwerfung deutscher Sicherheit unter das Palantir-Regime haben die Blätter diese Zusammenfassung paywallfrei gestellt:

    Sonja Peteranderl: Das Überwachungsimperium – Wie sich die deutsche Polizei von Peter Thiels Palantir-Software abhängig macht”. Fassen wir zusammen: Grün-Schwarz in BaWü begeht eine gemeinschaftliche Amtseidsverletzung. Und nicht nur die.

    Wäre nun eine deutsche eine bessere Lösung, als die fiesen Deutsch-US-Amerikaner zu mästen? Ganz sicher nein, wenn es aus den deutschen Krankenkassen auf die Konten rechtsradikaler deutscher Finanziers fliesst. Jean Peters/Correctiv: Medien und Medizinsoftware: Der Profiteur von Spahns Politik – Das Rechtsaußen-Medium Nius vertritt oft rechtskonservative Positionen, genau wie die Politik von Spahn. Finanziert wird das Portal vom CDU-nahen IT-Millionär Frank Gotthardt – der im Kontakt zu Spahn stand und dessen Firmennetzwerk stark von den gesundheitspolitischen Weichenstellungen profitierte.” Ich sag’ Ihnen was: wenn diese Nase aus Ahaus zum Bundeskanzler gewählt werden sollte, stelle ich meine Blogarbeit im Dienste der Gemeinschaft ein, und gebe mich den Rest meiner Zeit dem Drogengebrauch hin.

    Wer die faktische Macht in der BRD sich zu erobern anschickt, enthüllt ein Interview der netzpolitik-Kollegen Daniel Leisegang und Martin Schwarzbeck mit Franz Enders von der Tübinger Informationsstelle Militarisierung:

    Start-ups in der Rüstungsbranche: ‘Man kann hier von einem neuen militärisch-industriellen Komplex sprechen’ – Start-ups mischen den Rüstungsmarkt auf – mit Drohnen, KI-Technologie und Überwachungssystemen. Wie verschieben sich dadurch die Gewichte in der Branche und wie beeinflussen die Start-ups Aufrüstung und Kriegsgeschehen?”

    Im nächsten Schritt werde ich dieses erhellende Interview im Rahmen der netzpolitik-CC-Lizenz übernehmen. Es hat jede Aufmerksamkeit verdient.

    Es gibt einen Parallelvorgang In Frankreich. Die militaristichen Parallelen sind evident, und auch in deutscher Publizistik gut belegt. Aber es gibt auch Parallelen in der Agroindustrie, unter der ich im Krankenhaus und in wochenlanger Reha persönlich sinnlich gelitten habe: das schlechte Essen und die daraus folgenden Krankheiten, die vielen von uns den Rest geben. Aber in Frankreich gibt es immerhin Massenwiderstand, über den Jutta Roitsch/bruchstuecke berichtet:

    “Aufschrei in der französischen Küche: Wir wollen ernähren, nicht vergiften”.

    Bravissimo!

    Und jetzt fragen Sie mal den sog. “Bauernverband” und seine Freund*inn*e*n in der AfD, wie die das finden.

    Und ein letzter Seitenhieb

    Ben Kutz fragt in der von mir in der Regel hochgeschätzten MDR-Altpapier-Kolumne: “… der Deutschland-Ableger des US-Magazins ‘Jacobin’ (ist der Ihnen schon mal untergekommen?)…”

    Antwort (zu meiner eigenen Überraschung): 13 Trefferseiten seit 2017. Lesen hilft.

  12. Den Bosbach seine Tochter

    mit Update nachmittags

    Als Helmut Lorscheid mal über CDU-interne Intrigen aus Köln und seiner Umgebung schrieb, explodierten unsere Zugriffszahlen. Woran das wohl liegt? Also jetzt Bosbach. Nicht der langjährige deutsche Talkshow-Meister Wolfgang Bosbach, die Jüngeren werden ihn nicht mehr kennen, der sich als Rechtsausleger so wenig von seinen Partei”freund*inn*en” sagen liess, wie die linke Grüne – wie heisst sie noch gleich? – Jette Nietzard. Also der alte Bosbach kämpft, wie ich, mit seiner angegriffenen Gesundheit. Dafür wünsche ich viel Erfolg. Aber der hat ‘ne Tochter, die zur Zeit zu seiner Genesung nur wenig beitragen kann.

    So haben wir von der nun auch mal erfahren. Aufmerksamkeit als Währung. Nunja, wers mag …

    Wir sollten nicht ungerecht mit der Frau sein. Als Hans Dietrich Genscher in seinem damaligen Wahlkreisbüro in Wuppertal mal Geld und Personal verschoben hatte, schadete ihm das nicht. Sondern dem Journalisten, der die Sachverhalte recherchiert hatte (ich kannte ihn persönlich). Alle tun es. Nicht alle lassen sich dabei erwischen.

    Es ist am Ende die Frage, mit wem ich zusammenarbeite, und mit wem lieber nicht. Wem kann ich vertrauen? Wer sind die “falschen Fuffziger”? Als gesellschaftlichen Trend müssen wir feststellen: Erstere sterben aus, Letztere vermehren sich. Das hat was mit dem Kapitalismus zu tun, wie sein Sein das Bewusstsein der Individuen prägt. Mann nennt es Sozialisation. Als besonders schwach entpuppen sich die, denen wir bei demokratischen Wahlen auftragen, uns zu repräsentieren.

    Mehr als die Schulkinder in den berüchtigten Pisa-Untersuchungen versagen sie bei immer mehr Grundrechenarten des demokratischen politischen Handwerks.

    Haben Sie gestern diesen Strobl in der Tagesschau gesehen (ab Minute 8:17)? Was mögen ihm Peter Thiel und Alex Karp dafür gezahlt haben? Ich sags Ihnen: NICHTS! So billig sind die zu kaufen. Der Kern des Problems ist die Dummheit.

    Update nachmittags

    Wem gehört das Land?

    Im Kern geht es um diese Frage. Die Eigentumsfrage. Aufgeworfen wird sie von “oben”, von denen, sie sowieso schon das Meiste besitzen. Es genügt ihnen nicht. Es macht süchtig. Und proportional skrupellos.

    Zur in der Tagesschau und in der Spiegel-Paywall thematisierten Unterwerfung deutscher Sicherheit unter das Palantir-Regime haben die Blätter diese Zusammenfassung paywallfrei gestellt:

    Sonja Peteranderl: Das Überwachungsimperium – Wie sich die deutsche Polizei von Peter Thiels Palantir-Software abhängig macht”. Fassen wir zusammen: Grün-Schwarz in BaWü begeht eine gemeinschaftliche Amtseidsverletzung. Und nicht nur die.

    Wäre nun eine deutsche eine bessere Lösung, als die fiesen Deutsch-US-Amerikaner zu mästen? Ganz sicher nein, wenn es aus den deutschen Krankenkassen auf die Konten rechtsradikaler deutscher Finanziers fliesst. Jean Peters/Correctiv: Medien und Medizinsoftware: Der Profiteur von Spahns Politik – Das Rechtsaußen-Medium Nius vertritt oft rechtskonservative Positionen, genau wie die Politik von Spahn. Finanziert wird das Portal vom CDU-nahen IT-Millionär Frank Gotthardt – der im Kontakt zu Spahn stand und dessen Firmennetzwerk stark von den gesundheitspolitischen Weichenstellungen profitierte.” Ich sag’ Ihnen was: wenn diese Nase aus Ahaus zum Bundeskanzler gewählt werden sollte, stelle ich meine Blogarbeit im Dienste der Gemeinschaft ein, und gebe mich den Rest meiner Zeit dem Drogengebrauch hin.

    Wer die faktische Macht in der BRD sich zu erobern anschickt, enthüllt ein Interview der netzpolitik-Kollegen Daniel Leisegang und Martin Schwarzbeck mit Franz Enders von der Tübinger Informationsstelle Militarisierung:

    Start-ups in der Rüstungsbranche: ‘Man kann hier von einem neuen militärisch-industriellen Komplex sprechen’ – Start-ups mischen den Rüstungsmarkt auf – mit Drohnen, KI-Technologie und Überwachungssystemen. Wie verschieben sich dadurch die Gewichte in der Branche und wie beeinflussen die Start-ups Aufrüstung und Kriegsgeschehen?”

    Im nächsten Schritt werde ich dieses erhellende Interview im Rahmen der netzpolitik-CC-Lizenz übernehmen. Es hat jede Aufmerksamkeit verdient.

    Es gibt einen Parallelvorgang In Frankreich. Die militaristichen Parallelen sind evident, und auch in deutscher Publizistik gut belegt. Aber es gibt auch Parallelen in der Agroindustrie, unter der ich im Krankenhaus und in wochenlanger Reha persönlich sinnlich gelitten habe: das schlechte Essen und die daraus folgenden Krankheiten, die vielen von uns den Rest geben. Aber in Frankreich gibt es immerhin Massenwiderstand, über den Jutta Roitsch/bruchstuecke berichtet:

    “Aufschrei in der französischen Küche: Wir wollen ernähren, nicht vergiften”.

    Bravissimo!

    Und jetzt fragen Sie mal den sog. “Bauernverband” und seine Freund*inn*e*n in der AfD, wie die das finden.

    Und ein letzter Seitenhieb

    Ben Kutz fragt in der von mir in der Regel hochgeschätzten MDR-Altpapier-Kolumne: “… der Deutschland-Ableger des US-Magazins ‘Jacobin’ (ist der Ihnen schon mal untergekommen?)…”

    Antwort (zu meiner eigenen Überraschung): 13 Trefferseiten seit 2017. Lesen hilft.