Die Programme der Parteien Volt, Grüne und Die Linke für die Bundestagswahl 2025 zeigen klare Unterschiede in ihrer Herangehensweise an Behindertenpolitik, Inklusion und Barrierefreiheit. Besonders für Aktivist:innen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist entscheidend, welche Partei konkrete Maßnahmen und ein progressives Bild von Behinderung liefert.
1. Konkretheit und Umfang
Die Linke liefert das umfassendste Programm. Sie fordert unter anderem die Abschaffung der Einkommens- und Vermögensanrechnung in der Eingliederungshilfe, ein Recht auf Barrierefreiheit auch für private Anbieter und Maßnahmen für barrierefreien öffentlichen Verkehr. Volt bleibt technokratisch mit Fokus auf Arbeit und kulturelle Teilhabe. Die Grünen adressieren viele Bereiche, bleiben aber oft vage, insbesondere bei verpflichtenden Regelungen für private Anbieter.
2. Progressivität und Kompetenz
Die Linke zeigt mit klaren Forderungen wie der Umwandlung von Werkstätten in reguläre Arbeitsplätze und der Stärkung des sozialen Modells von Behinderung den progressivsten Ansatz. Volt setzt auf innovative Ansätze, wie anonymisierte Bewerbungsverfahren, während die Grünen pragmatisch, aber konservativer agieren, insbesondere bei der Reform bestehender Strukturen.
3. Bild von Behinderung und Wording
Die Linke verfolgt ein soziales Modell, das Behinderung als Folge gesellschaftlicher Barrieren sieht, und nutzt eine klare, menschenrechtsorientierte Sprache. Die Grünen bewegen sich zwischen sozialem und medizinischem Modell, während Volt eher neutral-technisch bleibt.
Schlussfolgerung
Für Aktivist:innen, die sich für umfassende Inklusion und Barrierefreiheit einsetzen, bietet Die Linke die überzeugendsten Antworten. Ihr Programm ist radikal, konkret und menschenrechtsbasiert. Grüne und Volt haben wichtige Ansätze, bleiben jedoch hinter den Anforderungen einer inklusiven Gesellschaft zurück.
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