#auds2025 — Public Fediverse posts
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https://dhistory.hypotheses.org/9858 Auch #AUdS2025 braucht diese neuen Wege des Bibliographierens, wie sie #dhd2025 praktiziert. Grund: Best Practice wird dann weniger Frage des Hörensagens, sondern alle Artikel werden wirklich gefunden. Auch https://wikidp.org profitiert davon.
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Den Abschluss macht Tony Franzsky, der Überlegungen zu WARC aufstellt - ist das eine Lösung für die Archivierung von Websites oder ein bestandserhalterischer Alptraum?
Hierzu gab es wenig zu sagen - er hat Vor- und Nachteile betrachtet, das Format und seine Entstehung beschrieben und ein paar schöne Beispiele gebracht. Eine definitive Antwort, ob WARC Segen oder Fluch ist, habe ich aber nicht rausgehört.
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Den vorletzten Vortrag heute hält Hannah Ruff, die über die Frage spricht, ob die xdomea-Nachricht 0503 ein Archivstandard ist - oder "weg kann".
Übernahme von eAkten - es könnte alles so einfach sein...
... ist es aber nicht.
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Bei der Nutzung können die Bilder mit anderen Geobasisdaten verschnitten werden. Leider sind die BIlder nun nicht mehr als Open Data verfügbar, sondern gebührenpflichtig.
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Darauf folgt ein Vortrag von Frank Lehmann und Peter Bayer zur Archivierung digitaler Orthophotos im Sächsischem Staatsarchiv.
Die Bilder haben einen hohen Aussagewert und können für verschiedenste Anwendungsfälle genutzt werden. In Sachsen wurde ein längerer Zeitraum nach der Wende übernommen, um die aus dieser entstehenden Änderungen abbilden zu können, danach folgt man weitestgehend den Empfehlungen zu Schnitten.
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Das DLA archiviert viele Mails von Autor\*innen, aus denen sich gut die Entstehung und Entwicklung von Werken erkennen lässt. Genutzt wird dafür im ersten Schritt eine Software zur revisionssicheren Aufbewahrung von Mails. Für die weitere Bearbeitung werden die Daten dann mit einem Python-Skript in Tabellenform aufbereitet. Die Feinbewertung und Erschließung erfolgt dann mithilfe von Thunderbird.
#AUdS2025 -
Den Nachmittag beginnt Alexander Holz mit einem Werkstattbericht zur E-Mail-Archivierung im DLA.
Im DLA wurde ein Versuch zur zentralen Aktenführung mit einem cc-Postfach unternommen - ist aber gescheitert. In der IT werden aber Änderungen erfolgreich per Mail dokumentiert. Nicht mein Geschmack, aber das Konzept "Postfächer als Wissensspeicher" *kann* funktionieren.
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Wichtiger Punkt aus der Diskussion: Emulation als Erhaltungsstrategie muss kritisch hinterfragt werden - irgendwann braucht es sonst eine Emulation der Emulation.
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Antje weist noch auf das Projekt "Spreadsheet Compexity Analyzer" von Remco van Veenendaal hin, das grundlegende Analysen zu Excel-Dateien machen kann, etwa, um schnell zu erkennen, ob Formeln enthalten sind:
https://github.com/RvanVeenendaal/Spreadsheet-Complexity-Analyser
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Im Moment noch "händisch" zu leisten - wenn die Menge der Übernahmen zunimmt, muss aber geprüft werden, was automatisiert werden kann. Es ist aber sinnvoll, das auch manuell gemacht zu haben - so wird der Prozess besser verstanden, was bei der Automatisierung helfen kann.
Gerade Qualitätssicherung wird aber nicht voll automatisiert werden können - dass eine Datei technisch betrachtet in Ordnung ist, sagt nichts über den Inhalt.
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Weiter geht es mit Antje Lengnik, die Überlegungen zur Konvertierung von Excel-Dateien vorstellt.
Das NLA verfolgt bei der Übernahme die Migrationsstrategie, konvertiert und validiert die zu übernehmenden Unterlagen also. Excel ist hier ein gutes Beispiel für die Ausrichtung der Bestandserhaltung am Inhalt statt am Format.
Kein Problem: Nur Daten. Mehr: Mit eingebetteten anderen Dateien. Oder Drucklayout. Oder sehr viele Blätter. Makros. Unsichtbare Formeln.
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(Relevante) Projektseiten, die nicht mehr gepflegt werden, werden in vereinfachte Form - rein statisch - umgewandelt und auf Webservern "geparkt", wo sie kein Sicherheitsproblem mehr darstellen können. Es gibt aber auch ein "Webarchiv" auf der gleichen Basis wie archive.org. Alternativ können auch ganze Technologiestacks emuliert werden, das ist aber keine Langzeitlösung.
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Den Beginn machen Nina Knieling und Raman Ganguly mit einem Bericht über die AKtualisierung und Archivierung von Websites der Universität Wien.
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Das Stadtarchiv betreibt eine "Citizen Archive Platform", auf der Einzelpersonen digitale Unterlagen quasi zur Bewertung einreichen können. Das ganze läuft - was ich für eine spannende Wahl halte - auf Basis von Wordpress und soll auf Github verfügbar sein, ich finde nur graede den Link nicht.
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Den nächsten Vortrag halten Amelie Rakar und Björk Košir über die Kuratierung von unstrukturierten Datensammlungen von Privatpersonen.
Das Stadtarchiv Graz macht auch im Bereich der nichtamtlichen Überlieferung eine Art "Behördenberatung" im Sinne des Personal Digital Archiving. Hierfür wird u.a. das Brettspiel "Preservia" des niederländischen Statsarchivs genutzt.
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Eine Auswahl der vorgestellten Techniken:
- Archium: Speichermedium Papier, stark verkleinerte Ausdrucke => Analogisierung digitaler Daten
- Memory of Mankind: Speicherung auf Keramikplatten, die in einem Bergwerk eingelagert werden
- Cerabyte: Stark verkleinerte Darstellung auf Glas-Keramik-Platten
- Dots: Speicherung von Binärdaten auf Metallstreifen
- DNA-StorageMit diesen Projekten können u.U. Speicherkosten gegenüber "normalen" Speichern massiv verringert werden. #AUdS2025
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#AUdS2025 Tag 2 beginnt - für mich - mit einem Vortrag von Martin Stürzlinger über Speichermedien abseits der klassischen Magnet-Speichermedien.
Er stellt einige Speichermedien vor, die zwar digital auslesbar sind, aber (teilweise) auch analog.
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#auds2025 Bits and Bots recognizes that learning new skills can be daunting and has therefore incorporated a fun element: we learn by building games!
The group is seeking new members. https://openpreservation.org/blogs/study-group-bits-and-bots-here-we-go-again/?q=1 They have been recognized https://www.dpconline.org/events/digital-preservation-awards/digital-preservation-awards-2024 for their contributions to digital preservation education and communication by the Digital Preservation Coalition. -
Neben technischen Richtlinien (Schreibschutz, keine Uploads über WLAN, keine Sticks, automatische Rücksetzung der Nutzerprofile) werden die Daten nur verschlüsselt zur Nutzung bereitgestellt. Die genutzten Tools sind allerdings stellenweise etwas "in die Jahre gekommen", eine "military grade" security ist für den Anwendungsfall aber nicht notwendig.
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Den letzten Vortrag heute hält Heinz Werner Kramski über "Individuelle digitale Leseplätze für rechtebehaftete Objekte".
Er berichtet, wie das DLA mit einfachen MItteln Arbeitsplätze bereitstellen konnte, auf denen z.B. noch urheberrechtlich geschützte Dokumente genutzt werden können, ohne dass ein (relevantes) Risiko besteht, dass diese kopiert oder "geklaut" werden können.
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Nun trägt Frank Obermeit zur (archivfachlichen) Softwareentwicklung mit Unterstützung durch KI vor.
Für die Entwicklung des umfangreichen Dienstes wurde ausschließlich ChatGPT genutzt. Sein Fazit: KI kann Menschen nicht ersetzen, nur unterstützen - man muss sich aber "auf Augenhöhe" mit ihr auseinandersetzen. Auf jeden Fall kann sie von Routine-Aufgaben entlasten.
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#dhd2025 #auds2025 Aus Anlass des Vortrags von Karsten Huth mal ein Post an beide Communities. Karsten hat grad die These aufgestellt, eine LLM-basierte Auskunft von Archiven oder Bibliotheken könnte dazu führen, dass eines Tages alle nur noch dem LLM vertrauen und die Speicher (OAIS: archival storage) von uns aufgegeben werden. Was meint Ihr? Vgl. https://www.staatsarchiv.sachsen.de/28-Tagung-AK-AUDS-2025-7962.html
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In der Diskussion kommt noch die Frage der Nachhaltigkeit auf - inwiefern müssen Archive hier das "große Ganze" betrachten und auf Nachhaltigkeit achten?
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Vor dem Hintergrund "unschuldig" auf das Internet losgelassener KIs, die dann "verzogen" zurückgekommen sind, stellt sich die Frage: Was passiert, wenn man eine KI auf ein Archiv loslässt? Kommt ein "perfekter Bürokrat" zurück oder geht das "nach hinten los"?
⇒ KI kann Prozesse im Archiv grundlegend verändern, wird aber auch große Aufwände mit sich bringen. Es ist zu beachten, dass der Zugriff auf die AIPs immer auch ohne KI möglich bleiben muss.
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Wir sollten im Blick behalten, dass KI jederzeit gestoppt werden können muss, wenn sie aus dem vorgesehen Rahmen "ausbricht". Es stellt sich auch die Frage, ob KI mit dem "klassischen" OAIS kompatibel ist bzw. es besteht das Risiko, dass sie das Funktionsmodell überflüssig scheinen lassen kann.
Neben datenschutzrechtlichen Fragen stellen sich auch die Fragen nach Zugänglichkeit von Daten für die KI (=> API) und nach möglicherweise nur für die KI notwendigen Migrationen von Daten.
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Es folgt ein Beitrag von Karsten Huth zur Nutzung von KI-Funktionen in einem Elektronischen Archiv.
in Sachsen laufen z.Zt. Pilotprojekte zur Texterkennung (HCR) und Transkription. Er stellt aber auch die These auf, dass KI ganz neue Kommunikationswege zwischen Menschen und Rechnern öffnet - können Nutzende so evtl. ganz neuen Zugang zu Archiven erhalten?
(Tatsächlich ein Gedanke, der bei mir auch neulich aufgekommen ist. Ich hätte da so eine Idee...)
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Bei der Qualitätskontrolle muss entschieden werden: Was ist ein Fehler, wo setzen wir die Schwelle zur Fehlertoleranz? Wie wurden (welche) Fehler festgestellt?
Beim Testen ist es für die Nachvollziehbarkeit wünschenswert, Beispielcode, evtl. auch Beispieldaten bereitzustellen.
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Das NLA hat z.B. Whisper zur Transkription von Audioinhalten getestet, um die Qualität testen zu können.
Welche Daten sollten angegeben werden, wenn KI genutzt wird? (Unabhängig von der Frage, *ob* das angegeben werden soll.) Wichtig sind: Verwendete Software und Parameter. Sind die Modelle selbst trainiert, wenn ja, mit welchen Daten? Wer ist Ansprechpartner? Bei Sprachmodellen: Welche Prompts wurden verwendet?
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Den letzten Block heute eröffnet Martin Vogel mit einem Vortrag zur Ergebnissicherung bei der Verwendung von KI-Modellen in Archiven.
Eine Herausforderung: Es gibt sehr viele KI-Modelle, über die schon kaum der Überblick behalten werden kann.