#ateliermitzi — Public Fediverse posts
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Gestern habe ich im Welser Tierpark Familie Storch getroffen und viel gelernt: Als Herr Storch nach Hause kommt, verabschiedet sich Frau Störchin und spaziert los. Er hat das Abendessen für die Storchenbabies mitgebracht, das er aus seinem Kehlsack herauswürgt. Als die Babies mit dem Fressen fertig sind, inspiziert er das Nest, reinigt und repariert es. Später wird die Störchin zurückkehren und ihn ablösen.
Care-Arbeit und Mental-Load werden zwischen den Storcheneltern instinktiv fair geteilt! Nicht nur die physischen Aufgaben, sondern auch die Verantwortung werden gleichermaßen von beiden übernommen.
Diesem Bild steht die Erzählung einer Frau gegenüber, die mir kürzlich von ihrem Alltag berichtete. Beruflich arbeitet sie in einer verantwortungsvollen Tätigkeit mit Kindern mit Beeinträchtigungen. Wenn sie nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt, sind ihr Mann und ihre Kinder im Teenageralter bereits da. Doch auf sie, die beruflich täglich Fürsorge und Verantwortung trägt, wartet zuhause oft die nächste Schicht unbezahlter Care-Arbeit. Denn weder der Müll wurde rausgebracht, noch wurden andere Aufgaben im Haushalt erledigt. Zudem trägt sie den Großteil des Mental Load allein – sie organisiert, plant, erinnert und behält ständig im Blick, was im Familienalltag erledigt werden muss.
Warum läuft das Zusammenleben bei vielen Menschen so anders ab als bei den Störchen?
Warum werden Care-Arbeit und Mental Load häufig selbstverständlich Frauen zugeschrieben?
Warum gilt Verantwortung im Familienalltag oft nicht als gemeinsame Aufgabe aller?Was würde sich verändern, wenn sich alle gleichermaßen zuständig fühlten – für sichtbare Aufgaben ebenso wie für Organisation und Verantwortung im Hintergrund?
Viele Künstler*innen haben sich mit mit diesen Themen und Fragen beschäftigt und zeigen uns in der Ausstellung "Mental Load und unsichtbare Arbeit" in Bad Ischl noch bis 16. Mai ihre Arbeiten:
https://badischl.salzkammergut.at/oesterreich-veranstaltung/detail/430286613/kunstausstellung-mental-load-und-unsichtbare-arbeit.html
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Das Motto des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai lautet heuer: „Eine Zukunft in Frieden gestalten: Pressefreiheit für Menschenrechte, Entwicklung und Sicherheit fördern.“
Während bei der World Press Freedom Day Global Conference am 04. und 05. Mai in Lusaka, Sambia, über diese Themen gesprochen wird, spinne, stricke und häkle ich im Atelier Mitzi für die Pressefreiheit: Mit meiner Handspindel stelle ich aus alten Zeitungen Papiergarn her. Daraus entstehen gehäkelte Körbe und gestrickte Stücke.
Ein herzliches Danke meiner wundervollen Tochter @hasi für die tollen Fotos!
https://www.unesco.at/kommunikation/pressefreiheit/artikel/article/welttag-der-pressefreiheit-2026
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Die Gesichter und die Geschichte hinter dem @AtelierMitzi
Im Jahr 2012 wollte ich für mein Enkelkind ein Babyjäckchen aus #Biobaumwolle stricken. Doch damals war ein solches Garn nirgends zu finden. In dieser Situation musste ich an meine Oma Mitzi denken – und an das, was ich von ihr gelernt habe: Neues aus Altem entstehen zu lassen.
Als kleines Mädchen war ich oft gerne bei meiner Oma in ihrer gemütlichen Stube. Sie hat nichts weggeworfen. #Alttextilien schnitten wir zu Streifen für Fleckerlteppiche, aus Stoffresten häkelte sie Hausschuhe, und alte Stricksachen wurden aufgetrennt und zu etwas Neuem verarbeitet. Dinge bekamen bei ihr immer eine zweite Chance und ein zweites Leben.
Diese Haltung hat mich geprägt. Inspiriert von den Erinnerungen an meine Oma begann ich im Jahr 2012 selbst, aus scheinbar Wertlosem Neues zu schaffen. 2023 gründete ich mein Atelier für #UpcyclingArt und #Kunsthandwerk im Kunst- und Kulturzentrum Alte Rahmenfabrik in Wels. Das Atelier habe ich nach meiner Oma Mitzi benannt – als Erinnerung an ihre #Kreativität , ihre #Achtsamkeit und ihre #Lebensweisheit .
Früher war Wiederverwerten eine Notwendigkeit. Heute ist es eine Verantwortung. Denn vieles von dem, was wir wegwerfen, ist kein Müll – sondern wertvoller Rohstoff. Dinge zu reparieren, neu zu gestalten und ihren Lebenskreislauf zu verlängern, sehe ich als eine Möglichkeit, einen Beitrag für unsere Umwelt und für eine achtsame Zukunft zu leisten.Wenn du neugierig bist, sende mir eine kurze Nachricht. Ich freue mich auf deinen Besuch im @AtelierMitzi
Danke, liebe @hasi fürs Foto!
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