Ausstellung prekARTe ´26 Rösselmühle
🗓️ Start: 26 September, 2026 0:00
⏳ End: 23 Oktober, 2026 23:59
📍 Location: Rösslmühle, Oeverseegasse 1, 8020, 8020 Graz, Austria
prekARTe ’26: Brache / Kultur / G’stättn
Festival, Ausstellungen, Performance, Konzerte
26.9.–23.10.26
Die prekARTe ’26 ist angewandte Erforschung künstlerischer Strategien zum zeitgenössischen (Über)Leben im Windschatten von Spekulationen, Krisen und Kriegen.
26.9.26 – 23.10.26
Rösselmühle
Oeverseegasse 1
8020 Graz
26.9.26 ab 16h Eröffnungsfest prekARTe ´26 in der Rösselmühle mit Ausstellungen, open Ateliers, Performances und live Konzerten von Holydaze & Mognstuambuam, Monique Fessel, u.a.
3.10.26 von 12-24h Central Flag oder nicht? – pasolonino26 von Bhima Griem (D) Was passiert, wenn wir die Brache als Raum der radikalen Möglichkeit verstehen?
17.10.26 von 14h–18:30 Kunstbazar: Im Rahmen der PrekArte können auch wieder Kunstwerke lokaler Künstler*innen im direkten Austausch ergattert werden.
23.10.26 ab 19h Finissage prekARTe´26 in der Rösselmühle mit Live Konzert von Eingang Quintett (A)
Öffnungszeiten Gruppenausstellung Rösselmühle Mittwoch+Freitag 15-19h und nach Vereinbarung
Eintritt: Wertschätzungsbeitrag
Führungen für Kleingruppen buchbar unter anmeldung [at] aporon21.org
Gruppenausstellung Atelierhaus:
Galerie im 4. Stock: Werkschau Raum 117 – Elena Laaha, Nico Sprachmann, Anna Major, Magdalena Vith, Oskar Jocham, Esther Chiusole, Mathias Stöckl, GUT / Grazer Ungarisches Theater (Do Pick & Barnabas Bako)
Offene Ateliers: Clemens Luser, Andrea Kurtz, Viktoria Dürr & Mona März, Markus Schinnerl, Kathi Büsel, Raum 117, u.a.
Artist in Residence: Simon Baptist
Ausstellung in der CirculART Materialhalle: “Die Lese” von Maria Schneider und Paul Lässer, Kurator: Leonhard Rabensteiner
Am Werkhof: Mark Hellgoth, Igor F. Petković, Studio Magic, Laurin Mackowit
WAS BLEIBT? Feministische Bauwende × Kreislaufwirtschaft mit Rudolf Schwarz, Architects4Future Graz, zkmb, Bauteilbörse Graz, Führung durch die Bauzaun-Ausstellung mit Theresa Reisenhofer / zkmb, Siebdruck-Session, Filmscreenings & Austausch
Interaktive Performance der Malwerkstatt von Jugend am Werk mit einer multisensorischen Performance von Moritz Barnard, Felix Martl und Sandro Jaklitsch
Künstlerische Leitung: Igor F. Petković, Kuratorin & Organisation: Ella Laaha, Grafik und Design: Dominika Kalcher
Eine prekäre Produktion von APORON 21 in Kooperation mit CirculART Materialhalle, Raum 117, Jugend am Werk STMK, GUT – Grazer Ungarisches Theater, Studio Magic, Architects 4 Future, Bauteilbörse, zkmb und anderen.
Mit herzlichem Dank für die Räume an Karin Kräftner und die RöMü GmbH
Gefördert von der Stadt Graz, dem Land Steiermark und dem BMWKMS
Eine Kooperation im Rahmen des steirischen herbst ’26
Gruppenausstellung Atelierhaus:
Werkschau Raum117
Die Werkschau des Vereins Raum117 versammelt künstlerische Arbeiten und Positionen, die im Laufe des vergangenen Jahres entstanden sind. Sie gibt Einblick in individuelle Arbeitsprozesse, thematische Auseinandersetzungen und unterschiedliche künstlerische Perspektiven, die sich im Rahmen der Atelier- und Vereinsarbeit entwickelt haben.
Raum117 ist ein gemeinnütziger Kunst- und Kulturverein in Graz, der sich der Aktivierung von Leerständen, der Entwicklung temporärer Nutzungsformen und der Schaffung niederschwelliger Zugänge zu Kunst und Kultur widmet. Durch unterschiedliche Modelle der Ateliervermittlung entstehen Räume für künstlerische Praxis, Austausch und Zusammenarbeit.
Die Werkschau versteht sich als Momentaufnahme dieser kontinuierlichen Prozesse. Sie bringt unterschiedliche Medien, Arbeitsweisen und künstlerische Zugänge zusammen und macht sichtbar, was sich innerhalb der zur Verfügung gestellten Räume und Strukturen entwickelt. Dabei steht nicht ausschließlich die Präsentation abgeschlossener Arbeiten im Vordergrund, sondern ebenso der Prozess des künstlerischen Arbeitens, Erprobens und Weiterentwickelns.
So wird die Werkschau zu einer gemeinsamen Bestandsaufnahme der vielfältigen künstlerischen Praxis, die durch Raum117 ermöglicht und getragen wird.
Art-Research-Projekt von Simon Baptist
In einem neuen Research-Projekt untersucht Simon Baptist die Räume des Arbeiterhauses der Rösselmühle. Darin begreift er das Haus als Container von Zeit und fragt, woran sich diese Räume aus der Perspektive ihrer Wände erinnern. Was gelangte im Laufe der Zeit in das Innere dieser Räume und wie setzte es sich dort fest? Und vor allem: Was gelangte nach außen und wohin gingen seine Geister? In kollektiven Prozessen soll so zwischen Archivmaterial, Interviews und performativen Praktiken ein filmisches Porträt des Hauses entstehen.
Simon Baptist * in Graz lebt derzeit zwischen Köln (DE) und Graz (AUT). In seiner künstlerischen Praxis verbindet er Fotografie, Bewegtbild und Installation, um dabei dokumentarische Strategien zu nutzen und diese in experimentelle oder fiktionale Formen zu überführen. In kollektiven und künstlerischen Prozessen kreist seine Arbeit um Fragen von Gemeinschaft und sucht danach Wissen zu generieren und zu verweben. Seine Projekte werden zumeist von Künstlerbüchern begleitet. Darüber hinaus organisiert er Ausstellungen und leitet Workshops zu Videokunst und Performance.
3.10.26 von 12-24h Central Flag oder nicht? – pasolonino26 von Bhima Griem (D) Was passiert, wenn wir die Brache als Raum der radikalen Möglichkeit verstehen?
Auf dem Areal der Rösselmühle entsteht eine antikapitalistische Mikropolis. Als parasitärer Schutzraum aus Fragmenten verweigert sich die Siedlung dem städtischen Verwertungsdruck. Hier regiert das Unfertige, das Zerschlagene und exakt null Euro Materialbudget – pure autonome Praxis, in der die herrschende Ordnung ihre Definitionsmacht verliert. Folge der Mehlspur! Kommt am 3 Oktober von 12:00 bis 24:00 Uhr vorbei, bringt eigene Fragmente mit und werdet Teil einer echten Solidarität von unten. Es wird wohl Essen, Trinken und Musik geben.
NON-DETERMINISTIC THEATRE
Das GRAZER UNGARISCHE THEATER wurde 2024 gegründet – nicht alsNationalitätentheater, sondern als internationale Kreativwerkstatt, in der eine zeitgemäßeFormensprache für die Erneuerung des Theaters und der verwandten Künste im 21. Jahrhundert entwickelt werden kann.
Eine der großen Herausforderungen unserer Zeit besteht darin, wie wir uns an die stetige und kaum noch nachvollziehbare Ausbreitung der beschleunigten digitalen Welt anpassen können. Diese Entwicklung hat auch die Beziehung zwischen Kunst und Publikum in eine Krisegestürzt – eine Krise, auf die keine Kunstform, also auch das Theater nicht, ohne Reaktionbleiben kann. Aus diesem Gedanken heraus entstand das Theater der Unvorhersehbarkeit, dessen Formensprache Do Pick, die künstlerische Leiterin des Theaters, gemeinsam mit ihremEnsemble entwickelt hat.
Im Non-Deterministic Theatre ist das Werk im Grunde nicht der Text selbst. Das Werk ist dieSituation, in der der Text entsteht. Es sind die täglichen Dramen des heutigen Menschen. DieSituationen sind zugleich absurd und alltäglich. Sie sind weder von großer Tragweite nocherschütternd. Wir zeigen unbedeutende, alltägliche Probleme, deren Beobachtung äußerstunangenehm ist. Nicht weil das Thema unangenehm oder verstörend wäre. Ganz imGegenteil. Wenn wir selbst in einer solchen Situation stecken, bemerken wir sie oft nichteinmal.
Es sind die täglichen Dramen des heutigen Menschen. Der heutige Mensch hat vor allemProbleme mit sich selbst und mit dem Umgang mit Konflikten. Seit die KI zur Realitätunseres Alltags geworden ist, ist sie damit auch zum Partner des Menschen geworden und ersetzt zunehmend reale zwischenmenschliche Beziehungen.
Wenn wir sagen, dass es zu allen Zeiten eine Aufgabe des Theaters war, der Gesellschaft und ihren menschlichen Problemen einen Spiegel vorzuhalten, dann müssen wir heute in genaudiesen Spiegel schauen: in einen Spiegel, in dem eine Menschheit, die ihre Rolle verloren hat, innerlich ausgehöhlt ist und zu menschlichen Situationen und Lösungen kaum noch fähigscheint, sich mit ihren Scheinproblemen abmüht.
DER REVOLUTIONÄR
In jeder historischen Epoche haben Künstler einen heroischen Kampf darum geführt, überhaupt schaffen zu können. Macht und Menschheit vergessen immer wieder, dass dasEinzige, was den Menschen wirklich von der übrigen lebendigen Welt unterscheidet, seineFähigkeit zum schöpferischen Gestalten ist.
Nur diese Fähigkeit kann den Menschen zu Verantwortung führen, denn ohne dieWahrnehmung und das Verständnis von Schönheit entwickelt niemand einVerantwortungsgefühl gegenüber der Welt. Wenn jemand etwas nicht als schön empfindet und ihm keinen Wert beimisst, wird ihm auch niemals der Gedanke kommen, es zu schützen.
Armut ist ein zerstörerischer Zustand, und die Situation, in der Künstler sich Tag für Tag gegen die Welt behaupten müssen, ist ein qualvoller Kampf, der sich allmählich in eineintellektuelle Revolution verwandelt.
Doch wenn die Welt den Punkt erreicht, an dem Kunst nicht mehr existiert, unterschreibt siedamit ihr eigenes Todesurteil.
Konzept und Rahmen: Do Pick, Mitwirkende: Igor F. Petković, ChatGPT
Die Aufführungen des NON-DETERMINISTIC THEATRE verwenden eine bislang nichteingesetzte experimentelle Form der Echtzeit-Bühnenpräsenz künstlicher Intelligenz.
Das Format wurde im GUTstage Workshop des Grazer Ungarischen Theaters entwickelt.
Developed by Do Pick ©
Ausstellung in der CirculART Materialhalle: “Die Lese” von Maria Schneider und Paul Lässer, Kurator: Leonhard Rabensteiner
Die Erntezeit ist in vollem Gang: Ob Getreide, Weintrauben, oder Äpfel: Es wird eingebracht, was trotz der fatalen Hitze des Sommers wuchs. Maria Schneider und Paul Lässer übten sich in der Praxis der Lese, ohne der Absicht, daraus eine Ernte einzufahren Sie sammelten auf Reisen, in ihrem Umfeld, und in dem der Rösselmühle. Die Lese beschreibt das Sammeln der Dinge wie auch die Lesarten, die man in diesen finden kann. Übriggebliebenes, Weggeworfenes, Vergessenes, Verlorenes, Gefundenes, Gesuchtes, Entdecktes – Was bleibt? Und was wird daraus, wenn es gefunden wird? Und findet man sich selbst darin?
Die Beiden verleihen den gewählten Fundstücken neue Bedeutungen, indem sie sie adaptieren, verbinden, gegenüberstellen – und eine neue semantische Ladung schaffen.
Die entstandenen Arbeiten sind Zeugnisse eines Prozesses, in die die zwei Künstlerinnen treten, um Dinge zu erkennen und in der Perspektive der künstlerischen Verwertbarkeit zu prüfen, mitunter neu zu lesen, zu kombinieren. Sagen die Objekte mehr über die Gesellschaft, die sie produzierte und nicht mehr braucht, oder über die Blicke von Maria und Paul, die sie auflasen und einbrachten? Sind die Objekte upgecycelter Müll, sammelbare Kunstwerke oder Zwischenstadien von Materialkreisläufen, denen nun Ästhetik statt Funktion zugeschrieben wird?
Die Lese betrifft auch die Besucher:innen, die durch verschiedene Lesarten verschiedene Antworten finden werden. Was das nun soll: Es kommt darauf an.
Planeten Zerstörer Container
Laurin Mackowitz, 2019
Die Containerschifffahrt gehört zu den größten Verschmutzern der Umwelt. Tausende Transportschiffe werden mit Schweröl betrieben, einem Treibstoff, der aus Rückständen der Rohölaufbereitung hergestellt wird und sehr hohe Stickoxid-, Schwefel- und Schwermetallgehalte aufweist. Europäische Logistikunternehmen dominieren eine Branche, die trotz steigendem Umweltbewusstsein und politischen Klimaschutzvereinbarungen stetig wächst. Das Fehlen greifender Umweltstandards, die Automatisierung von Hafenanlagen und die Globalisierung der Wirtschaft reduzieren den Preis für den Transport von Gütern und steigern den Gewinn großer Logistikunternehmen. Allerdings sind deren Bilanzen geschönt. Denn für die durch die Containerisierung verursachten Zerstörungen – die Überflutung lokaler Märkte mit Importgütern, die Gefährdung maritimer Ökosysteme, die Luftverschmutzung oder die Klimaerwärmung – bezahlen nicht die Konzerne, sondern der ganze Planet. Ökologischer regionaler Konsum ist ein kleiner und wichtiger Schritt. Wenn wir das Ökosystem erhalten wollen, muss die Politik die Wirtschaft dazu zwingen, die Kosten planetarer Zerstörung einzukalkulieren.
Homepage link: https://belgraderoad.mur.at/
Radiobeiträge zu Entstehung und Stapellauf des Planeten vernichtenden Containerraumschiffs:
https://cba.media/404789
https://cba.media/405470
Interaktive Performance der Malwerkstatt
Am 26.09.2026 beteiligt sich die Malwerkstatt von Jugend am Werk Steiermark mit einer multisensorischen Performance an der prekARTE ‘26. Moritz Barnard, Felix Martl, und Sandro Jaklitsch entwickeln für die Dauer der Intervention eine spezifische Klangsprache, die das Tempo der simultan ausgeführten Mal-Aktion bestimmt.In einer ortsspezifischen Intervention greifen Künstler:innen der Malwerkstatt und der Rösselmühle gemeinsam Eindrücke des Festivals auf. Die individuellen Erfahrungswelten der Kunstschaffenden werden im kollektiven Erleben der Veranstaltung vermischt. Ein aus Holz und Karton gefertigter Würfel soll den Malgrund für diese bildnerische Vernetzung künstlerischer Praxis bieten.
Der fertiggestellte Würfel bleibt für die Dauer der prekARTE ausgestellt. Im zweiten Schritt werden auch die Besucher:innen eingeladen, ein Kunstwerk entstehen zu lassen. Dafür wird ein weiterer Würfel zur Verfügung gestellt, um freien Ausdruck zu ermöglichen.
Kooperation der Malwerkstatt von Jugend am Werk and friends, mit Künstler:innen der Rösselmühle.
Beteiligte Künstler:innen: Annemarie Adam, Moritz Barnard, Gerhard Hammerl, Felix Martl, Justin Podesser, Miriam Prager, Jörg Peter Rath, Sebastian Schweiger, Sabine Thaller, Sandro Jaklitsch and friends.
WAS BLEIBT?
Feministische Bauwende × Kreislaufwirtschaft
prekARTe ’26 × CirculART Materialhalle × A4F Graz × zkmb × Bauteilbörse
ab 16:00 – 22:00
A4F AUSTRIA NETZWERKTREFFEN
Austauschen × Vernetzen × Bauwende weiterdenken
16:15
Führung durch die Bauzaun-Ausstellung
„Zwischen Kostenschätzung, Muttermilch und Bauwende“
mit Theresa Reisenhofer / zkmb
17:00–19:00
Siebdruck-Session
Bring dein T-Shirt oder deine Stofftasche mit!
17:00–22:00
Filmscreenings & Austausch
u. a. „All Buildings Are Beautiful“ von Christoph Schwarz
Tailer zum Film: all buildings are beautiful
https://zkmb.at/
https://architects4future.at/
https://www.circulart.at/
https://www.bauteilboerse.at/
https://www.aporon21.org/event/prekarte-26/