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#anschluss — Public Fediverse posts

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  1. 🚄 Abenteuer Bahnreise 🚆

    Vorhin wollte ich doch tatsächlich über die Deutsche Bahn meckern. Wir standen knapp eine Stunde mit dem IC 60402 in Frankfurt/a.M., davon eine halbe Stunde Verspätung, so dass ich vermutlich meinen Anschluss in Köln verpassen werde, von wo ich nach Wuppertal muss.

    Aber dann dachte ich mir: warum meckern? Ein Signal ist defekt, das wird nachts um 3 Uhr repariert: Chapeau!

    Vor genau zwei Jahren war ich aus der Haft entlassen worden. In Gefängnissen ist es Alltag, dass Inhaftierte warten, und warten und nochmal warten.

    Auf die Entlassung sowieso, aber vorallem im Alltag. Darauf, dass Beamt:innen die Zelle öffnen, dass mensch aus dem Warteraum des Gefängnisspitals zurück auf die Zelle gebracht wird, oder in die Besuchsabteilung, oder zum Sozialdienst, oder, oder, oder.

    Eine halbe Stunde Wartezeit ist an solchen Orten Alltag, oftmals werden Inhaftierte auch eine Stunde oder länger in Wartezellen 'abgestellt', ohne Klo, ohne Frischluft. Warum auch nicht, Zeit haben Gefangene im Überfluss- so die herrschende Auffassung der Vollzugsbeamt:innen.

    Nach langer Zeit in dieser Gefängniswelt ist es ein Privileg, im IC warten zu dürfen: aus dem unvergitterten Fenster schauen, mehr sehen, als jemals von der Zelle aus. Radio hören, im Internet surfen, die anderen Reisenden beobachten, Kaffee trinken, lesen, nachdenken.

    Irgendwann werde ich schon ankommen...

    #gutenmorgen
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  2. Halli, hallo, ich wünsche Euch einen schönen Feiertag.

    Vor 34 Jahren war ich bei zwei verschiedenen KWVen (Kommunale Wohnungsverwaltung). Ich habe im Herbst 1989 über 20 leerstehende Wohnungen gemeldet. Im Prenzlauer Berg gab es einen Wasserschaden, weshalb die dortige KWV komplett den Überblick darüber verloren hatte, welche Wohnungen von wem belegt waren. Ich versuchte also mittels Leerstandsmeldungen und Beharrlichkeit legal eine Wohnung zu bekommen, obwohl ich eigentlich in Pankow gemeldet war und im Prenzlauer Berg keine Wohnung bekommen konnte.

    Jedenfalls führte mich mein Weg an der #Gethsemanekirche vorbei. Dort war eine Mahnwache. „Dort steht eine Mahnwache. Sie setzt sich für die Freilassung der politischen Gefangenen ein. Abends, auf dem Weg zum Fleischer, konnte ich mich davon überzeugen, dass die Wache noch immer steht. Außerdem stehen Polizei-LKWs, Streifenwagen, Polizisten und unauffällige Dreiergrüppchen in Zivil in den Zufahrtsstraßen.“

    de.wikipedia.org/wiki/Gethsema

    Am 3. oder 4.10. begann wohl auch der #Hungerstreik in der Kirche.

    Ich habe T. getroffen, dem ich Texte geschickt hatte. Er hatte mir Kassetten geschickt. Wir haben über die Kassettenproduktion (illegale? Eigenproduktionen der Bands, die auf Konzerten verkauft wurden) und ein Konzert mit Firma und Skeptikern in der Werner-Seelenbinder-Halle gesprochen. Die Firma hatte zur Kriegsdienstverweigerung aufgerufen, für eine #DDR ohne Waffen, hatte ein #HerbstInPeking-T-Shirt an und Neue-Forum-Fahnen.

    Es war ein ziemliches Ding, der Ton wurde dann auch abgedreht. Ich hatte auch meinen uralten Lehrer mit zu diesem Konzert geschleppt.

    T. muss wohl Toaster von #dieAnderen gewesen sein.

    Na, jedenfalls wollte (fast) niemand von den Bürgerrechtler*innen und dem sonstigen Untergrund eine #Wiedervereinigung. Und einen #Anschluss schon gar nicht.

    #dieFirma #Skeptiker

    #TagderDeutschenEinheit
    #TDE #tde23 #tde2023 #tdde2023 #Osten #DDR #Wende