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#fungitober25 — Public Fediverse posts

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  1. Mit  8 - 12 Stunden Verzögerung (aber auch 4 - 36 Stunden sind möglich) kommt es zu heftigen Brechdurchfällen mit scheinbarer Besserung, während die Pilzgifte im Hintergrund die Leber zerstören. Zu den weiteren Symptomen zählen Leberzerfall, Störung der Blutgerinnung und Nierenversagen. Schwere Vergiftungen enden unbehandelt mit dem Tod. #Fungitober25 #fungiverse #HappyHalloween

  2. Hallimasche gehören zu den Pilzen, die Rhizomorphe ausbilden. Das sind verdickte Stränge aus Pilzzellen (Hyphen), deren äußere Schicht verhärtet und dunkel pigmentiert ist. Mit diesem robusten “Wurzelgeflecht” können die Pilze ganz hervorragend ihre Nährstoffversorgung sichern. #Fungitober25 #fungiverse

  3. Beide habe ich bisher vor allem an liegenden Buchenstämmen gefunden. Beide sind hervorragende Speisepilze, sofern man sie von ähnlichen Pilzen wie dem Ohrförmigen Seitling (mindestens giftverdächtig, an Nadelholz) oder dem Gelbstieligen Muschelseitling (vom Verzehr wird abgeraten, an Laubholz) unterscheiden kann. 2/2 #Fungitober25 #fungiverse

  4. TAG 20 Von den weißen und bunten Pilzen der letzten Tage kommen wir heute zu etwas Düsterem: den Rindenkugelpilzen oder Kohlenkrusten (Biscogniauxia). Sie sind hauptsächlich als Zersetzer auf Ästen und Stämmen abgestorbener Bäume zugange, können aber durchaus auch an gestressten, noch lebenden Bäumen gefunden werden. Den hier gezeigten Pilz würde ich aufgrund der makroskopischen Merkmale als  Rotbuchen-Rindenkohlenkruste (Biscogniauxia nummularia) einordnen, allerdings ohne Gewähr. #Fungitober25

  5. 🇩🇪 TAG 16 Vor dem Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) wird gewarnt und das zurecht, kann er doch in größeren Mengen magen-darm-giftig sein. Der Falsche Pfifferling hat Lamellen, keine Leisten und ist im Hut eher knautschig-weich, während echte Pfifferlinge eher festfleischig daherkommen. Der Falsche Pfifferling ist ein Zersetzer und häufig auf Nadelstreu oder Totholz zu finden, der echte Pfiffi ist ein Symbiosepilz - um nur einige Unterschiede zu nennen. #Fungitober25 #fungiverse

  6. 🇩🇪 TAG 18 Die Herbstlorchel (Helvella crispa) sehe ich jetzt, da es gegen Spätherbst geht immer häufiger an Wegrändern stehen. Sie ist schon ein hübsches Ding, oder? Früher galt sie als guter Speisepilz. Mittlerweile steht sie unter Verdacht, unter anderem Gyromitrin zu enthalten. Sie bleibt bei mir also stehen. Das Risiko möchte ich nicht eingehen. Im Längsschnitt fällt der gekammerte Stiel auf, der sich vom hohlen Stiel der essbaren Morcheln deutlich unterscheidet. #Fungitober25 #fungiverse

  7. Auch wenn in Filmen und Geschichten gerne dargestellt wird, dass solche Pilzarten Menschen befallen, ist dies in der Realität von Kernkeulen nicht bekannt. Ganz im Gegenteil, denn den Cordyceps werden gesundheitsfördernde und immunstärkende Inhaltsstoffe (u.a. Polysaccharide) nachgesagt, weshalb es mittlerweile zahlreiche Supplements mit diesen Pilzen gibt. 3/3 #fungiverse #Fungitober25 #Cordyceps

  8. TAG 15 der Wabenporling (Neofavolus alveolaris) ist in meinen Augen eine der bemerkenswertesten Erscheinungen im Herbst- und Winterwald. Seine Schönheit offenbart sich erst beim Blick auf die Unterseite, an der er mit einer Porenschicht aufwartet, die in Form und Anordnung an Bienenwaben erinnert. Highly satisfying, do recommend. #Fungitober25 #fungiverse #Neofavolusalveolaris

    Pic1: Andreas Kunze CC BY SA 3.0

  9. TAG 14 Bei diesem wunderhübschen Käppchen dürfte es sich um den Goldmistpilz (Bolbitius titubans) handeln. Aus dem Gras am Feldrand streckt er sich mir entgegen, nur um keine 24 Stunden später schon wieder verschwunden zu sein. So ein Pilzleben ist kurz, könnte man denken. Aber tief verborgen im Boden erstreckt sich der eigentliche Organismus, das fadenförmige Myzel, und überdauert ungesehen, ungestört, unerkannt. #Fungitober25 #fungiverse

  10. TAG 13 Das Judasohr (Auricularia auricula-judae) - ich bevorzuge ja die Bezeichnung Holunderpilz - ist ein Speisepilz und soll auch bei vielerlei Leiden Linderung verschaffen können. Die Liste ist lang. Ich habe ihn bisher nur auf Holunder finden können. Er scheint aber auch anderen Laubhölzern gegenüber nicht abgeneigt zu sein. Die Textur ist gummiartig, was ich in Gemüsegerichten ganz spannend finde. #Fungitober25 #fungiverse

  11. TAG 12 Der Goldröhrling (Suillus grevillei) ist eine überaus hübsche Erscheinung, wie er da so strahlend gelb und meistens glänzend durch das Unterholz leuchtet. Dieser Goldjunge zählt für manche als guter Speisepilz, wenn man die schleimige Huthaut abzieht, kommt aber bei mir selten in großen Mengen vor. Daher lasse ich ihn in der Regel stehen. Man muss sich ja wirklich nicht alles reinstopfen, oder? #Fungitober25 #fungiverse

  12. TAG 11 Der Kiefernbraunporling (Phaeolus schweinitzii) wächst - anders als der Name es vermuten ließe - auch gerne bei Lärchen und Fichten. Hübsch und leicht zuzuordnen ist sein terrassenartig aufgebauter Fruchtkörper. Und schaut euch diese Porenschicht an, zum niederknien! Im Alter verliert er den Großteil des eingelagerten Wassers und wird dann überraschend leicht. Der Kiefernbraunporling ist ein beliebter Färbepilz. #Fungitober25 #fungiverse

  13. TAG 10 Ein paar Tage Regen und plötzlich sind sie da, die Scheibchentintlinge (Parasola spec.), recken ihre hauchdünnen Schirmchen aus der Wiese hinter unserem Haus. Sind sie nicht einfach perfekt in ihrer zart bereiften Zerbrechlichkeit? Und so schnell wie sie aufgeploppt sind, verschwinden sie auch wieder. Hach. #Fungitober25 #fungiverse

  14. TAG 9 Heute stelle ich euch die Krause Glucke (Sparassis crispa) vor - ein prächtiger und wohlschmeckender Pilz, der viele Namen trägt: Bärenschädel, Fette Henne, Riesenmorchel, Blumenkohlpilz, Feisterling … Ich finde sie nicht jedes Jahr, aber wenn sie auftaucht, dann gerne in Massen. Egal ob gebraten, paniert, überbacken oder als Suppeneinlage: die Krause Glucke ist ein ergiebiger und delikater Gaumenschmaus! #Fungitober25 #fungiverse

  15. TAG 8 Die Buckeltramete (Trametes gibbosa) und ihre Verwechslungspartner wie Striegelige Tramete oder Samtige Tramete können euch im Wald häufig begegnen. Alle drei bevorzugen Laubholz, alle drei duften unbedeutend, alle drei sehen oberflächlich recht ähnlich aus. Wenn ihr allerdings mit einem Spiegel die Fruchtschicht untersucht, verrät sich die Buckeltramete durch ihre rechteckigen, in die Länge gestreckten Poren. Erwischt! #Fungitober25 #fungiverse

  16. TAG 7 Der Fenchelporling (Gloeophyllum odoratum) hat sich ein wenig verspätet. Vielleicht war er mit gut duften beschäftigt - man weiß es nicht. Apropos duften: Dieser Pilz riecht angenehm aromatisch bis würzig. Mir persönlich fällt es schwer, da eine Fenchelnote zu erschnuppern, aber das muss ja nichts heißen. Ihr findet das hübsche Kerlchen bevorzugt auf Nadelholz und das auch noch über mehrere Jahre hinweg, yay!
    #Fungitober25 #fungiverse

  17. TAG 6 Der Buchenschleimrübling (Mucidula mucida) auch bekannt als Schleimiger Wüstling (Kein Scherz!) lässt mein Herzchen höher schlagen. Dieses leuchtende Weiß, dieser elegant gebogene Stiel, diese durchscheinenden Lamellen - you are beautiful, no matter what they say. Und ist es nicht erst der Schleim, der ihm diesen zauberhaften, porzellanartigen Glanz verleiht? Ah, ich liebe den. #Fungitober25 #fungiverse #FungiFriday

    Pic: courtesy of Natascha Pitz a.r.r.

  18. TAG 5 Kennt ihr schon den Violetten Knorpelschichtpilz/Violetten Schichtpilz (Chondrostereum purpureum)? Ein sagenhaft schöner Pilz, der sowohl als Zersetzer als auch als Schwächeparasit an Holz siedelt. Als Parasit kann er die als Milch-, Silber-, oder Bleiglanz bekannte Pflanzenkrankheit auslösen. Er kommt sehr häufig und auch stadtnah vor. Die Fruchtkörper erscheinen hauptsächlich in der kalten Jahreszeit. Diese beeindruckenden Exemplare habe ich Ende Dezember gefunden. #Fungitober25

  19. Während das Stockschwämmchen angenehm pilzig duftet, riecht der Gifthäubling eher muffig, manchmal leicht nach Mehl oder Rettich. Der Name "mutabilis" (veränderbar) zeigt aber schon, das Stockschwämmchen lässt sich nicht so einfach entlarven. Mein Tipp: nur gucken, nicht kochen. #fungiverse #Fungitober25

    Pic 1: moi
    Pic 2: EmillimeS CC BY-SA 4.0 & Pix via Pixabay

  20. TAG 3 Kennt ihr schon den Schopftintling (Coprinus comatus)? Er ist groß, er ist flauschig und er ist absolut köstlich. Tintlinge verbreiten ihre Sporen nicht als Pulver. Stattdessen zerfließen die Hüte vieler Arten samt Sporenmasse zu einem zähflüssigen Schlonz, der dann einfach hinuntertropft. Aus den Hüten des Schoftintlings könnt ihr sogar Tinte herstellen, mit der es sich vortrefflich zeichnen und malen lässt! #Fungitober25 #fungiverse

  21. Hupsi, da war doch was? #Fungitober25 - wir gehen rein: TAG 2 Logisch, dass wir gleich mit dem potenziell tödlich giftigen Pantherpilz (Amanita pantherina) weitermachen, oder? Die neurotoxischen Giftstoffe (Ibotensäure, Muscimol u.a.) lösen das Pantherina-Syndrom aus. Zu den Symptomen zählen unter anderem Schwindel, Krampfanfälle, Koma, Halluzinationen und Erbrechen. Das Fleisch des Pantherpilzes rötet nicht, riecht dafür dumpf nach Rettich oder Kartoffeln.