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1000 results for “stritt”
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Strittiges Thema die eigene #Fritzbox aus dem Web erreichbar zu lassen. ich mache das seit 40 Jahren und es gab keine Probleme. Trotzdem sollte man die Sicherheit nicht aus dem Auge lassen. IP Sperrliste anzulegen ist schon mal gut, aber mit der Maske /20 einfach nicht zu Ende gedacht. Meiner Meinung nach sogar begrenzt auf 65 Einträge, was auch nicht die Wucht ist. Zumindest bieten sie "Zusätzliche IP-Sperrliste von FRITZ! verwenden" an.
https://fritzhelp.avm.de/help/de/FRITZ-Box-6690-Cable/avm/024p2/hilfe_internet_filter_reject_ip
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@stritt
Nein, denn auch dann ist das OS immer noch abhängig von Google, oder denkst Du #LineageOS oder #GraphenOS würden ohne die aktuellsten Android-Updates auf Dauer überleben.Es geht schon um eine eigene Entwicklung in Europa, unabhängig, wenn auch evtl. auf Grundlage, von Android.
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Strittige Szene bei Bayern-Spiel – Leipzig-Trainer wütet
„Absoluter Wahnsinn“ Strittige Szene bei Bayern-Spiel: Leipzig-Trainer wütet 12.02.2026 – 00:59 UhrLesedauer: 2 Min. Fassungslos: RB-Trainer O…
#Leipzig #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #AllianzArena #AntonioNusa #Bayern #DanielSiebert #DFB-Pokal #FCBayernMünchen #Germany #JosipStanisic #leipzig #OleWerner #RBLeipzig #Sachsen #TonyNusa #Wahnsinn
https://www.europesays.com/de/790621/ -
Sportnachrichten | Alle Fußball & Sport News | Live-Ticker & Ergebnisse [Unofficial] @[email protected] ·Strittiger Siebenmeter nach Abpfiff: Birlehm mit klarem Statement
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Nachdem 2012 die #chinesische #Variante von #Twitter - #Weibo, das als #Werkzeug für #demokratischen #öffentlichen #Diskurs #Verwendung gefunden hatte, mit #Zensur, #Strafen und #Verhaftungen #bekämpft wurde, hat #Tencent mit der #KP zusammen #Wechat hervorgebracht, bei dem ein #Zusammenschluss nur in #kleinen #Gruppen von #maximal 500 #Personen #erlaubt und #möglich ist.
#China #Diktatur #Autoritarismus #Regime
#SZ 27.07.23 #Feuilleton S. 9, Kai #Strittmatter - Alles eins, alles meins
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#Strittige #Frage des #Charakters von Art. 1 GG als #Grundrecht
#Dürig: #Grundrechten #präambelhaft #vorangestellt
#Besonderheit:
Keine #Möglichkeit der #Rechtfertigung eines #Eingriffs, wenn #Subsumption unter #Menschenwürde:
Keine #Abwägung mit #anderen #Verfassungsprinzipien;#grundrechtsgewordene #Ethik: #Gemeinsamen #ethischen #Verständnisses
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Thomas-Strittmatter-Preis 2026: Liebe auf der Krebsstation – Drehbuch aus Stuttgart überzeugt in Berlin
Duc-Thi Bui und Philipp Lutz sind mit ihrem noch nicht verfilmten Drehbuch „Malibu“ mit dem Thomas-Strittmatter-Preis ausgez…
#Stuttgart #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Baden-Württemberg #Berlin #Berlinale #Duc-ThiBui #Germany #Kultur #Malibu #MFG #PhilippLutz #Textmanager #ThomasStrittmatterPreis
https://www.europesays.com/de/810743/ -
Thomas-Strittmatter-Preis 2026: Liebe auf der Krebsstation – Drehbuch aus Stuttgart überzeugt in Berlin
Ausgezeichnet: Die Drehbuchautoren Duc-Thi Bui (rechts) und Philipp Lutz Foto: MFG Baden-Württemberg Der Stuttgarter Duc-Thi…
#Stuttgart #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Baden-Württemberg #Berlin #Berlinale #Duc-ThiBui #Germany #Kultur #Malibu #MFG #PhilippLutz #Textmanager #ThomasStrittmatterPreis
https://www.europesays.com/de/810452/ -
💬 Strittige Frage zum #Klimaeffekt von FLUGZEUG-Kondensstreifen in Wolken geklärt
https://www.scinexx.de/news/geowissen/klima-wie-versteckte-kondensstreifen-zur-erwaermung-beitragen/
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💬 Strittige Frage zum #Klimaeffekt von FLUGZEUG-Kondensstreifen in Wolken geklärt
https://www.scinexx.de/news/geowissen/klima-wie-versteckte-kondensstreifen-zur-erwaermung-beitragen/
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💬 Strittige Frage zum #Klimaeffekt von FLUGZEUG-Kondensstreifen in Wolken geklärt
https://www.scinexx.de/news/geowissen/klima-wie-versteckte-kondensstreifen-zur-erwaermung-beitragen/
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💬 Strittige Frage zum #Klimaeffekt von FLUGZEUG-Kondensstreifen in Wolken geklärt
https://www.scinexx.de/news/geowissen/klima-wie-versteckte-kondensstreifen-zur-erwaermung-beitragen/
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💬 Strittige Frage zum #Klimaeffekt von FLUGZEUG-Kondensstreifen in Wolken geklärt
https://www.scinexx.de/news/geowissen/klima-wie-versteckte-kondensstreifen-zur-erwaermung-beitragen/
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Stundenlang stritten die Regierungschefs über die Impfstoff-Verteilung in der EU. Gleichzeitig öffnen sie die Tür für mögliche Exportkontrollen, aber nur, wenn Verträge nicht erfüllt werden. Von Barbara Wesel, Brüssel.
EU-Gipfel: Impfstoffstreit und Exportkontrollen | DW | 26.03.2021 #EU-Gipfel #Impfstoff #Exportkontrollen #AstraZeneca #Verträge #AngelaMerkel #Türkei -
#Strittige #Frage des #Charakters von Art. 1 GG als #Grundrecht
#Dürig: #Grundrechten #präambelhaft #vorangestellt
#Besonderheit:
Keine #Möglichkeit der #Rechtfertigung eines #Eingriffs, wenn #Subsumption unter #Menschenwürde:
Keine #Abwägung mit #anderen #Verfassungsprinzipien;#grundrechtsgewordene #Ethik: #Gemeinsamen #ethischen #Verständnisses
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Weltklimakonferenz: Warten auf den Durchbruch in Belém
Die Zeit wird knapp auf der Klimakonferenz in Belém - und das nicht nur wegen eines Brandes am Veranstaltungsort. Kurz vor dem offiziellen Ende sind strittige Fragen ungelöst. Ein Gipfel-Gewinner steht aber schon fest. Von Jakob Mayr.
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Kriege entstehen nicht aus Lust und Laune – Immer geht es um Interessen
Die Osterbotschaft des US-Präsidenten Donald Trump lautete wie folgt: „Tuesday will be Power Plant Day, and Bridge Day, all wrapped up in one, in Iran. There will be nothing like it!!! Open the Fuckin’ Strait, you crazy bastards, or you’ll be living in Hell – JUST WATCH! Praise be to Allah. President DONALD J. TRUMP“
(Übersetzung: “Der Dienstag wird im Iran der Tag des Kraftwerks und der Tag der Brücke in einem sein. So etwas wird es noch nie gegeben haben!!! Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle leben – IHR WERDET SEHEN! Gelobt sei Allah. Präsident DONALD J. TRUMP“)
Die Aussagen des US-Präsidenten nur als Blasphemie zu begreifen, wäre zur kurz gegriffen. Sie beinhalteten all das, wovor der Papst während der diesjährigen Osterfeierlichkeiten warnte: Vor einer sich ausbreitenden Gleichgültigkeit, einem Verlust von Mitmenschlichkeit, dem Willen zur Dominanz und zum Krieg, statt auf Frieden durch Dialog und Ausgleich zu setzen.
Es gelte immer das, was der US-Präsident zuletzt sage, lautete eine Kommentierung einer späteren verbalen Drohgebärde Trumps, bei der es um die Auslöschung des Iran als Zivilisation ging. Schließlich habe er danach Emissäre nach Pakistan geschickt.
So wird die Verfallszeit politischer Erklärungen extrem beschleunigt. Man könnte das auch, um einen Gedanken „der Kuttner“ (auf Facebook veröffentlicht) zu klauen, ganz anders bezeichnen: Auskotzen ohne nachzudenken.
Wo nichts so ist, wie es scheint
Wer sich auf eine derartige Achterbahn einlässt, hat zwei Optionen: Entweder das gedankenlose Auskotzen zu allem wird zum eigenen Programm oder man versteht bald gar nichts mehr und vermutet, im Irrenhaus gelandet zu sein, womöglich in Shutter Island, wo nichts so ist, wie es scheint.
Mal ist der Iran seit 47 Jahren im Krieg gegen die USA (Pressesprecherin des Weißen Hauses bei Sean Hannity, Fox) und nur Präsident Trump habe den Mut aufgebracht, ihn nun auch zu führen. Mal ist der Iran schon total besiegt, sind dessen militärische Ressourcen (fast) komplett vernichtet. Mal steht die komplette Zerstörung des Landes kurz bevor. Mal ist der regime change gelungen, eine neue, „vernünftigere“ Mannschaft am Ruder, dann wieder nicht. Die ungehinderte Durchfahrt der Straße von Hormus war zunächst gar kein Thema, gewiss nicht für die USA, allenfalls für andere „Betroffene“. Sollten die sich doch darum kümmern. Tun diese das aber dann doch nicht, sind sie unsolidarisch. Dann kam die Idee auf, dass die USA und der Iran diese Straße gemeinsam „managen“ könnten. Darauf folgte „die Blockade der Blockade“, oder, um es mit JD Vance auszudrücken, was die Iraner als Raubritter können, können wir auch, nur besser. Zur Einstimmung auf ein weitere, für den 21. April vorgesehene Treffen in Islamabad verkündete Trump, wenn Teheran einem Abkommen nicht zustimme, werde der gesamte Iran „in die Luft gesprengt“.
Auf seinem Truth Social Kanal war zu lesen: “NO MORE MR. NICE GUY! They’ll come down fast, they’ll come down easy and, if they don’t take the DEAL, it will be my Honor to do what has to be done, which should have been done to Iran, by other Presidents, for the last 47 years. IT’S TIME FOR THE IRAN KILLING MACHINE TO END!”
(Übersetzung: “SCHLUSS MIT DEM NETTER- KERL-SEIN! Sie werden schnell und ohne Umschweife zur Strecke gebracht, und wenn sie das ABKOMMEN nicht annehmen, wird es mir eine Ehre sein, das zu tun, was getan werden muss – was andere Präsidenten in den letzten 47 Jahren gegenüber dem Iran hätten tun sollen. ES IST AN DER ZEIT, DER IRANISCHEN TÖTUNGSMASCHINE EIN ENDE ZU SETZEN!“
So funktioniert Täter-Opfer-Umkehr. Im Trumpschen Weltbild (und es wird von vielen geteilt) ist nicht der Iran das Opfer von Aggression, er ist der Verursacher.
Weiter erfahren wir, dass Trump, unser „Mr. nice guy“, glaubt, er sei langmütig. Was zählt schon der Versuch, die iranische Währung zum Absturz zu bringen, kleine Leute durch barbarische Sanktionen ins Elend zu stürzen? Wen kümmern tote iranische Schulmädchen? Wen der Mord am geistlichen Oberhaupt und Teilen seiner Familie? Oder über 3 Millionen Binnen-Flüchtlinge in nur einem Monat? Wen schert es, dass rund vier Millionen Afghanen, die als Kriegsflüchtlinge im Iran leben, nun auch nicht mehr wissen, wohin sie können. Oder dass 250 Schulen zerbombt wurden, auch die Universität.
Sind die Iraner an allem selbst schuld, weil sie anders als viele ihrer ihrer Landsleute im Exil zu ihrem (angegriffenen) Land stehen, trotz des Mullah-Regimes?
Und doch, auf seine Weise führt uns Trump direkt zum politischen Kriegsziel: Er will zu Ende bringen, was seit 47 Jahren auf der US-Agenda steht: die Vollendung des regime change im Iran von 1953. Damals stürzten die USA den legitimen Regierungschef Mossadegh, dessen Agenda, die Kontrolle über die eigenen Reichtümer zu erlangen, populär war und auch vom iranischen Klerus unterstützt wurde. (Anm.: Sein Vorgänger, der in diesem Punkt viel zögerlicher war, wurde von iranischen Extremisten umgebracht).
Zudem wurde Mossadegh verdächtigt, womöglich mit der Sowjetunion zu tändeln. Kurzum, die USA duldeten keine selbstbestimmte, nationalistische Politik des Iran, schon gar nicht im Kalten Krieg. Sie zielten auf die „westliche Verankerung“ des Landes – also auf die Aufrechterhaltung der Kontrolle über den Iran und re-installierten den Schah. Der wiederum wurde 1979 durch die sogenannte Islamische Revolution entmachtet.
Niemand weiß, wie sich der Iran entwickelt hätte, hätte es den regime change 1953 nicht gegeben. Oder wenn die Übereinkunft aus Jahr 1981 eingehalten worden wäre. Wenn das Atomabkommen mit dem Iran nicht einseitig gekündigt worden wäre. Wenn der Westen, speziell die USA nicht eine scharfe Sanktionspolitik verfolgt hätte. Wenn…
Naives Verständnis von Modernisierung in nicht-westlichen Gesellschaften
In einer Dissertation eines Iraners an der Universität Jena im Jahr 2018 wird ziemlich deutlich attestiert, dass westliche Wissenschaft ein sehr „naives“ Verständnis habe, wie sich Modernisierung in nicht-westlichen Gesellschaften vollziehe, weil alles ausschließlich nach den Maßstäben der Entwicklung von westlichen Gesellschaften gemessen werde.
Westliche Politik folgt dem gleichen Denkmuster: Wenn alle so werden, wie wir uns gerne selbst sehen, wird alles sehr viel besser sein, richtig gut. So ist es nicht verwunderlich, dass westliche Aktionen seit Jahrzehnten früher oder später immer grandios scheitern, aber auf Jahrzehnte politische Folgeschäden hervorrufen, die sich im Einzelnen nur sehr schwer vorhersagen lassen. Zerstörung schafft Elend und Instabilität. Tote und Ermordete in Kriegen oder Umstürzen beflügeln das Verlangen nach Rache und Vergeltung. Gebrochene Herzen sind womöglich leichter empfänglich für Hass als die, die noch in kindlicher Unschuld schlagen. Und dann noch die vielen körperlich und geistig Geschädigten, die mahnen: Menschen werden nicht als Tötungsmaschinen geboren.
Wer das nicht glaubt, sollte bei Haaretz den Bericht („I felt I was a monster“) über die seelischen Verletzungen von IDF-Soldaten nachlesen, die Zeugen und Mittäter von Kriegsverbrechen in Gaza waren. Haaretz beschrieb grauenhafte Verbrechen, die sie nun nicht mehr aus ihrem Kopf kriegen. Derzeit, so Haaretz werde um Anerkennung dieser Krankheit gekämpft. Im Unterschied zur anerkannten PTBS, die aus Angst um sich selbst entstehen kann, entsteht diese seelische Verletzung, weil bestimmte Kriegserlebnisse als „fundamentaler Verstoß gegen grundlegende moralische Normen“ wahrgenommen werden. Die Folgen sind tiefe Schuldgefühle, Selbsthass, ein Zusammenbruch der Identität oder Zweifel am eigenen Menschsein. Sogar Kinder von Soldaten können betroffen sein, wenn sie Kriegserzählungen zuhören. Die Grauen des Krieges reichten so bis ins israelische Hauptquartier. Haaretz schilderte auch den Fall eines dort eingesetzten Luftwaffenoffiziers. Nach dem 7. Oktober 2023 dürstete dieser nach Vergeltung, war gerne Teil der Einsatzplanung der Bombardements von Gaza. Doch dann kam der Moment, in dem er die Last der Getöteten nicht mehr tragen konnte und sich obsessiv bei jedem Bild von getöteten Palästinensern fragte, ob er auch an diesem Tod schuld sei. Er stieg aus, konnte nicht mehr Teil der Tötungsmaschinerie sein und hofft, so das „restliche Gute“ in ihm noch zu retten. Noch ist auch er nicht wieder gesundet, denn dazu wird er sich das, was er sich nicht verzeihen kann, vergeben können müssen.
In einem Manova-Gespräch (Ab Min 45) wies der EP-Abgeordnete von der Schulenburg darauf hin, dass der Begriff „Mullah“ im Iran ein Schimpfwort sei. So bezeichne man dort nicht die Geistlichkeit. Dann aber kam es zum Streit, wie das Regime im Iran einzuordnen sei. Ein Teilnehmer (Jürgen) stellte fest, dass die Allgemeine Deklaration der Menschenrechte im Iran „einen Dreck wert sei. Es handelt sich um ein klerikal-faschistisches Regime.“ „ Das ist nicht wahr“, entgegnete von der Schulenburg. “So könne man das nicht sagen.“
Im Verlauf des Streits wurde dann aus „Jürgen“ „Herr Rose“. Schließlich griffen die beiden anderen Gesprächsteilnehmer ein und beschwichtigten, suchten nach dem Verbindenden zwischen den inzwischen klar erbosten Kontrahenten. Bemerkenswert war, dass keiner auf die Idee kam zu fragen, ob der Beurteilungsmaßstab der richtige ist: Wie vielen Ländern der Welt ist die Allgemeine Deklaration der Menschenrechte tatsächlich etwas wert? Auszugsweise wird sie gern zitiert (und auch verbal proklamiert). In ihrer Gesamtheit ist sie nirgendwo auf der Welt eingelöst.
Warum flutschen Begriffe wie „Faschismus“ oder „faschistoid“ heute allzu vielen so leicht über die Lippen? Faschismus, gerade der deutsche, steht für den Rückfall in tiefste Barbarei, für bis dato nie so heimtückisch ersonnene und kaltblütig exerzierte Menschheitsverbrechen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg sollten und wollten alle Völker daraus lernen. Deshalb gab es die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse, die konsequente Verurteilung einer völkerrechtswidrigen Aggression. Deshalb wurde die Genozid-Konvention verabschiedet. Das war einst Teil des „Nie wieder“. Eine völkerrechtliche „Brandmauer“ sollte errichtet werden.
Sie ist längst gebröckelt. Wieder und wieder wird ein angeblich wiedererstandener, neuer Hitler gewittert, wird der damalige Zivilisationsbruch mit aktuellen Gefährdungen eins zu eins gleichgesetzt, ob absichtlich oder aus Dummheit sei dahingestellt. Im Ergebnis ist die „Brandmauer“ so brüchig wie nie und die Bereitschaft, sich für Krieg zu entscheiden, statt einer friedlichen, sprich diplomatischen Konfliktlösung den Vorzug zu geben, stärker geworden.
Selbstüberhöhung, die die koloniale Unterwerfung als zivilisatorischen Fortschritt maskiert
Wie praktisch, wenn man nach Einmischung, Konflikten und Krieg lechzt – immer mit dem Anspruch zu dominieren, zu beherrschen, zu unterwerfen, als könne die vielgestaltige komplizierte Welt in eine Form gepresst und nach eigenem Bild geformt werden. Die Selbstüberhöhung, die die koloniale Unterwerfung großer Teile der Welt als zivilisatorischen Fortschritt maskierte, hat sich durch die Befreiungsbewegungen nicht aufgelöst. Sie schlüpfte in das neue Gewand der „Demokratieverteidigung“, die zur Waffe des Westens geschärfte wurde.
Das hat nichts mehr mit der gelassenen Vorstellung zu tun, dass eine demokratische Ordnung aus sich selbst heraus strahlt und, einem Leuchtfeuer gleich, der Menschheit den Weg in die Zukunft weist. Das dachte etwa J.F. Kennedy. Die demokratischen Revolutionen 1989/91 in Mittel- und Osteuropa hauchten dieser Vorstellung neues Leben ein.
Mit einer fatalen Konsequenz. Statt diese Entwicklung als Selbstbefreiung europäischer Völkern zu verstehen, verfiel der Westen in die Pose des geschichtlichen Siegers, der fortan für sich in Anspruch nahm, dem rückständigen „Rest“ der Welt mit allen möglichen Mitteln aufzuzeigen, wo es langzugehen hat. Die Multipolarität der Welt, die heute niemand mehr leugnet, offenbart die historische Blindheit der westlichen Annahmen. Aber es fällt offenbar sehr viel schwerer, die Augen zu öffnen, um der ungeschminkten Realität ins Auge zu sehen, und sehr viel leichter, sich in der Rolle der gefährdeten Art zu suhlen, die von Feinden und Gegnern nur so umzingelt ist.
Oder, wie es Josep Borrell als EU-Chefdiplomat so ungeniert auf den Punkt brachte: Wir sind der demokratische Garten, vom bedrohlichen Dschungel umgeben. Später bereute er tief, dieses Bild benutzt zu haben und entschuldigte sich. Aber er traf den Nagel auf den Kopf, besser als die Münchner Sicherheitskonferenz, die 2020 über „westlessness“ lamentierte.
Insofern kam die russische (völkerrechtswidrige) Aggression gegen „die Ukraine” 2022 wie gerufen. Sie wurde zum Beweis des Kampfes zwischen Demokratie und einem autoritären Regime stilisiert und das westliche Bedrohungsgefühl so kanalisiert. Das funktioniert aber nur, wenn man die Ukraine auch zur strahlenden Demokratie uminterpretiert und zudem völlig außer Acht lässt, dass die Ukraine längst nicht mehr auf eigenen Beinen steht, sondern vom steten Zufluss westlicher Gelder und Waffen abhängig ist. Souverän ist sie längst nicht mehr.
Deshalb wird nur sehr schlecht ertragen, wenn über reale Kriegsursachen, westliche Mitverantwortung für Kriegsausbruch und -dauer oder komplizierte ukrainische Realitäten gesprochen und geschrieben wird. Streng genommen, geht man von der Ukraine in den Grenzen von 1991 aus, hat Russland nicht „die Ukraine“ angegriffen. Russland hat sich offen auf die Seite des ukrainischen Donbas gestellt, der seit 2014 in einen Krieg gegen die Kiewer Zentralgewalt verstrickt ist. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass die (ukrainische) Krim die russischen Aggressoren sabotiert. Das sind keine Wortklaubereien oder Petitessen, sondern Teil einer äußerst komplizierten historischen Gemengelage.
Es gibt immer wieder Stimmen, die sagen, dass der nun vier Jahre dauernde Krieg ganz leicht dadurch beendet werden könnte, dass sich Russland militärisch aus der Ukraine zurückzieht. Es muss nur einfach aufhören, aggressiv zu sein. Wäre es doch nur so simpel!
Zur Erinnerung: Es brauchte gut 10 Jahre, einen verlorenen Krieg und Friedensverhandlungen, bis die USA aus Vietnam abzogen, gut 20 Jahre, einen weiteren verlorenen Krieg und Verhandlungen mit den Taliban, bis die USA Afghanistan (fluchtartig) verließen. Im Irak und in Syrien sind sie immer noch präsent.
Aber im Unterschied zum aktuellen Ukraine-Konflikt handelte es sich bei diesen US-geführten Kriegen nie um US-Sicherheitsinteressen in der unmittelbaren Nachbarschaft. Es ging nie um die Zugehörigkeit zu einer militärischen Allianz. Es ging nie um Völker, die eine lange, in Teilen auch sehr strittige Geschichte und Kultur miteinander verbindet. Sowohl die Ukraine als auch Russland sind die modernen Erben der Sowjetunion. Perestroika, nationaler Neubeginn, aber auch das Scheitern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten nach der Auflösung der Sowjetunion drücken dem aktuellen Konflikt einen zusätzlichen Stempel auf.
Aber manchmal treffen Vereinfachungen auch einen neuralgischen Punkt. 2018 erklärte der einflussreiche US-Demokrat und damalige Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, einem AIPAC-Auditorium, worin aus seiner Sicht die wirklichen Gründe für den Nahostkonflikt lägen: „Zu viele Palästinenser und zu viele Araber wollen keinen jüdischen Staat im Mittleren Osten. Die Palästinenser denken: die Europäer behandelten die Juden schlecht, was im Holocaust kulminierte, und gaben ihnen unser Land. Natürlich sagen wir (Anm.: Schumer ist ein Jude), das ist unser (jüdisches) Land. So steht es in der Thora geschrieben. Aber die Palästinenser glauben nicht an die Thora…” (Ab Minute 4:46)
Man muss unterstellen, dass Schumer weiß, wie die ursprüngliche UN-Regelung lautete, um ein Territorium unter zwei Völkern aufzuteilen. Formal gab er anfänglich durchaus ein Bekenntnis zur Zwei-Staaten-Lösung ab. Aber dann kam er zu des Pudels Kern: Was ist „unser Land“, und damit zur Frage, wie man es sich holt. Indem man die Palästinenser zur Thora bekehrt?
Dass Kriege nicht einfach beendet werden können, sieht man auch am aktuellen Iran-Krieg. Verhandlungen oder Krieg? Trump verlängerte den Waffenstillstand, die Blockade-Politik aber blieb. Er versucht immer wieder, den Iran in Zugzwang zu bringen und exekutiert ganz nebenbei Ankündigungen aus der Nationalen Sicherheitsstrategie 2025. Als Energieexporteur, neuerdings mit den venezolanischen Ressourcen im Rücken, geht es um die Energiedominanz der USA, ihre Kontrolle über die Energieversorgung (China), auch um den Preis einer großen nationalen und globalen Krise.
“Aufrichtige Dankbarkeit” und kein Plan
Der Bundeskanzler war ausdrücklich Pakistan dankbar, dass es sich als Vermittler anbot. Aber auch aufrichtige Dankbarkeit kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die EU nun schon ein drittes Mal in diesem Jahrzehnt in einem geopolitischen Konflikt komplett versagt.
Trump bezeichnete die US-Verhandler, die erneut nach Islamabad aufbrechen sollten, als sein „A-Team“: Witkoff, Kushner, JD Vance. Weder das Pentagon noch das State Department wurden gefragt, also keine wirklichen Profis, nur Insider, denen der US-Präsident offenbar traut.
Innerhalb der EU herrscht keine Einigkeit, ob man nun mit den USA und Israel solidarisch sein muss oder nicht. So verschob sie ihre geopolitischen Ambitionen auf eine imaginäre Zukunft – nach dem Krieg, wenn eine stabile Friedenslösung da sein wird. Kurzum, die EU hat von A bis Z gar kein Team, und auch keinen Plan. Und das nun schon viel zu lange.
Dieser Beitrag ist eine Übernahme aus dem Blog der Autorin, mit ihrer freundlichen Genehmigung. Einige Links und Zwischenüberschriften wurden zusätzlich eingefügt.
Über Petra Erler / Gastautorin:
Petra Erler: "Ostdeutsche, nationale, europäische und internationale Politikerfahrungen, publizistisch tätig, mehrsprachig, faktenorientiert, unvoreingenommen." Ihren Blog "Nachrichten einer Leuchtturmwärterin" finden sie bei Substack. Ihre Beiträge im Extradienst sind Übernahmen mit ihrer freundlichen Genehmigung.
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Kheleonida – der Hunger der Vampirkönigin
Kheleonida ist die Kampagnenwelt für 5E, die Mháire Stritter für ihren Kanal Orkenspalter TV erdacht und dort jahrelang bespielt hat. Mit diesem Buch gibt sie euch jetzt die Möglichkeit, eigene Abenteuer in dieser Welt zu erleben oder die erfolgreiche Streamkampagne nachzuspielen.
Features:
- Umfangreiche Kampagne, die von Stufe 1 bis Stufe 10 führt
- Weltbeschreibung des Kontinents Kheleonida
- Hintergründe zur Einbettung in den größeren OrkenspalterTV-Kosmos
- Zahlreiche Karten von Dungeonfog
- Nutzbares Layout – Übersicht statt Schwafeltexte
- 8 kompakte Dungeons für einen Spieleabend, die auch losgelöst von der Kampagne gespielt werden können.
Wichtig: Der Gewinn, der mit diesem Buch erzielt wird, dient 100%ig dazu, das kommende Orkenspalter TV-Filmprojekt “Random Table” -einen Film über die Probleme eines Rollenspielladens – zu finanzieren.
Video per ViewTube ansehen
Diesen Beitrag vorlesen:
https://www.dnddeutsch.de/kheleonida-der-hunger-der-vampirkoenigin/
#ArzachRumpelgnorg #DD5 #EevieDemirtel #fan #Heidedeern #JensSchmelkus #Kaonne #Kheleonida #Lethos #MháireStritter #MJ #Nessa #NicoMendrek #OlafBressel #OrkenspalterTV #OrkupiedMind #OSTVCommunity #Sargnagel #TiaSchattenherz #VanessaStrömberg
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Disco, Livemusik, Karaoke: Ein buntes Rahmenprogramm begleitete die Klausur der AfD-Bundestagsfraktion. Strittige Themen wurden ausgeblendet, kaum Ideen formuliert. Es ging wohl vor allem um Teambuilding. Von Bianca Schwarz.#AfD #Bundestagsfraktion #Weidel #Chrupalla
AfD spricht bei Fraktionsklausur kaum über strittige Themen -
AfD spricht bei Fraktionsklausur kaum über strittige Themen
Disco, Livemusik, Karaoke: Ein buntes Rahmenprogramm begleitete die Klausur der AfD-Bundestagsfraktion. Strittige Themen wurden ausgeblendet, kaum Ideen formuliert. Es ging wohl vor allem um Teambuilding. Von Bianca Schwarz.
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Die #USA planen einen Überfall mit #Annexion von Territorium eines #NATO-Mitglieds.
Die Medien in Deutschland berichten, dass sich das bedrohte Land mit dem Aggressor nicht geeinigt hat. WTF?
Ebenfalls gab es heute keine Einigung zwischen der #Ukraine und #Russland.
Auch mehrere #Hauseigentümer konnten keine Einigung mit #Einbrechern in ihre Immobilie erzielen.Auch die #Banken sind noch strittig mit #Bankräubern.
Selbst der @Zoll konnte keine Einigung mit #Zigarettenschmugglern erzielen.
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Vorratsdatenspeicherung deutlich länger als drei Monate
Die geplante Vorratsdatenspeicherung von IP-Adressen steht in der Kritik. Die großen Internetanbieter weisen darauf hin, dass die Pläne der Justizministerin zu vielen Monaten Speicherzwang führen würden und daher rechtswidrig sind. Doch schon die eigentlich geplanten drei Monate Speicherpflicht sind mit nichts begründet.
Nachdem das Bundesjustizministerium Ende Dezember seine Pläne zu einer verpflichtenden Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten wie IP-Adressen, Portnummern und weiteren Informationen zur Internetnutzung öffentlich gemacht hatte, beteiligte sich eine ganze Reihe von Verbänden und Organisationen mit Stellungnahmen zum Referentenentwurf. Das Ministerium stellte vergangene Woche insgesamt 26 Stellungnahmen zu dem Entwurf online.
Der Entwurf soll Internetdiensteanbieter zu einer umfänglichen anlasslosen IP-Adressen-Vorratsdatenspeicherung sowie zu verschiedenen weiteren Speichervorgaben verpflichten. Mit einer „Sicherungsanordnung“ sollen Ermittler künftig verdachtsabhängig, aber ohne eine richterliche Einbindung Internetdiensteanbieter zwingen dürfen, Verkehrs- sowie Standortdaten aufzuheben.
Vorgesehen für die anlasslose IP-Adressen-Bevorratung ist eine dreimonatige Speicherfrist. Ob diese monatelange Frist dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2024 genügt, ist strittig. Denn darin schrieb das hohe Gericht das Kriterium fest, den Zeitraum „auf das absolut Notwendige“ zu begrenzen. Allerdings führen die heutigen technischen Gegebenheiten dazu, dass es praktisch auf eine deutlich längere Speicherdauer von vielen Monaten oder gar Jahren hinausläuft. Das begründen die großen Netzbetreiber und Internetdiensteanbieter in ihren Stellungnahmen an das Ministerium.
Das Justizministerium führt eine Reihe ganz unterschiedlicher Straftaten auf, mit der sie das Vorhaben begründet. Etwa bei „der Kommunikation von Tatverdächtigen über Messengerdienste, der Verbreitung von Kinderpornographie, bei kriminellen Handelsplattformen, die Betäubungsmittel oder Cybercrime-as-a-Service anbieten, sowie bei echt wirkenden Onlineshops, die Waren verkaufen, die gar nicht existieren“, könnte eine Speicherung aller IP-Adressen nützlich sein.
Doch um einen solch weitreichenden Vorschlag wie die massenhafte Speicherung der IP-Adressen zu rechtfertigen, braucht es etwas mehr als nur einige Beispiele. Deswegen zweifeln Stellungnahmen von Juristenverbänden und Digital-NGOs bereits die Erforderlichkeit der riesigen verdachtslosen Datensammlung an.
Lange Speicherzeiten nicht mit EuGH-Urteil zu vereinbaren
Die gemeinsame Stellungnahme der großen Mobilfunknetzbetreiber Telefónica, Telekom, Vodafone und 1&1 weist auf technische Umstände hin, die sie als „datenschutzrechtlich kritisch“ erachten. Sie betreffen die vorgesehene Speicherdauer der zwangweise festzuhaltenden Datensätze für drei Monate. Die Netzbetreiber weisen darauf hin, dass der Referentenentwurf diese Speicherung „mit Beginn der Zuweisung und Löschung nach drei Monaten ab dem Zeitpunkt des Endes der Zuweisung“ vorsieht.
Diese „Zuweisung“ bezieht sich auf die vergebene IP-Adresse mit weiteren Begleitdaten, die einem Nutzeranschluss zugeordnet ist und künftig für alle Anschlüsse gespeichert werden soll. Die Netzbetreiber merken an, dass diese Regelung „zu einer Datenspeicherung deutlich über drei Monate hinaus“ führe. Das „verletzt somit die Vorgaben des EuGH“.
Denn der Europäische Gerichtshof hatte 2024 über eine IP-Adressenspeicherung entschieden, die zur Verfolgung von Urheberverwertungsrechtsverletzungen in Frankreich verwendet wird. Der Gerichtshof schrieb in dem Urteil vor, dass „die Dauer der Speicherung auf das absolut notwendige Maß beschränkt sein“ muss und keine detaillierten Profile der Nutzer erstellt werden dürfen.
Die Netzbetreiber machen ganz praktisch klar, warum die geplante Regelung die eigentlich vorgesehene dreimonatige Speicherdauer ganz erheblich verlängert: „In vielen Netzen, insbesondere bei modernen Glasfaseranschlüssen, gibt es keine Zwangstrennung mehr.“ Zwar gäbe es „selten“ Verbindungstrennungen, etwa wegen Wartungsarbeiten, aber „Verbindungszeiten von mehreren Wochen und Monaten sind die Regel“. Bestünde die Verbindung „beispielsweise über zehn Monate, führt dies zu einer Speicherdauer von insgesamt 13 Monaten bei der bislang im Gesetzestext formulierten Speicherzeit“.
Unzweifelhaft wären solch lange Speicherzeiten mit dem EuGH-Urteil nicht zu vereinbaren. Das sieht auch der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) in seiner Stellungnahme kritisch. Es bestünde die Gefahr, „dass Daten faktisch deutlich länger als die avisierte Speicherfrist von drei Monaten“ vorgehalten werden müssen. Das würde „die Vorgaben des EuGH überschreiten und damit unionsrechtswidrig“ sein.
In Bezug auf die fehlende Zwangstrennung rechnet auch der VATM vor, dass die „Verbindungszeiten mehrere Monate betragen“. Das stelle inzwischen „die Regel dar“. Eine Zuordnung einer IP-Adresse zu einem Endkunden sei durch die vorgesehene Regelung „nicht nur für drei Monate möglich, sondern faktisch für die gesetzliche Speicherfrist zuzüglich der Dauer der Session“. Die hier gemeinte „Session“ beginnt mit der Zuweisung der IP-Adresse zum Nutzer.
Keine „empirischen Grundlagen“ für dreimonatige Speicherfrist
Doch schon die eigentlich geplanten drei Monate Speicherpflicht sind weiterhin mit nichts begründet. Darauf weist die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), die Interessenvertretung von rund 166.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten in Deutschland. Es fehle an „empirischen Grundlagen“ für diese Frist.
Der Hinweis in der Begründung des Entwurfes auf „Praxiserfahrung“ verdeutliche, dass es sich nur um eine „unspezifizierte Erwartungshaltung“ handele. Warum eine Frist von vier Wochen nicht ebenso ausreichen könne, sei „nicht ersichtlich“, so die BRAK in ihrer Stellungnahme. Sie verweist auf die Aussage der BKA-Vizepräsidentin Martina Link in einer Bundestagsanhörung im Rechtsausschuss im Oktober 2023. Sie hatte aus Sicht der Ermittler aus der Praxis berichtet.
Link warf in der Anhörung selbst die Frage auf, wie lange Speicherfristen bemessen sein müssten, damit das BKA ihm vorliegende IP-Adressen noch einem Nutzer zuordnen könnte. Sie bezog sich auf Fälle des NCMEC (Nationales Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder), einer US-Organisation, die das BKA in großer Zahl auf kinder- und jugendpornographische Inhalte hinweist. Link erklärte, eine „Speicherverpflichtung von 2 bis 3 Wochen“ wäre „schon ein signifikanter Gewinn“.
Referentenentwurf ohne Begründung der Erforderlichkeit
Neben der Kritik an der Länge der Speicherung verweist die BRAK auch in aller Deutlichkeit auf die Frage, womit der Gesetzgeber eine Vorratsdatenspeicherung eigentlich begründet:
Die Einführung neuer Ermittlungsmethoden, die einen Grundrechtseingriff darstellen, bedarf zunächst der Erforderlichkeit der Maßnahme. Im vorliegenden Entwurf fehlen jedwede Ausführungen hierzu, die jedoch im Hinblick darauf, dass nun seit de facto über 18 Jahren in Deutschland keine Vorratsdatenspeicherung durchgeführt wurde, sich förmlich aufdrängen.
Im Referentenentwurf der Vorgängerregierung hatte das Bundesjustizministerium sich eine solche Blöße nicht gegeben, sondern aus „empirischer Sicht“ erklärt, dass „trotz fehlender Vorratsdatenspeicherung in einer Vielzahl von Verfahren Verkehrsdaten erhoben werden können“. Für das Vorjahr war es damals gelungen, „auch ohne Anwendung der Vorschriften der Vorratsdatenspeicherung […] 90,8 Prozent der bekannt gewordenen Fälle der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte“ aufzuklären, zitiert die BRAK das Ministerium.
Bei den Juristen bleiben „erhebliche Zweifel an der Erforderlichkeit“ der Vorratsdatenspeicherung. Insgesamt sieht die BRAK den Entwurf „mit erheblicher Skepsis“.
Constanze Kurz ist promovierte Informatikerin, Autorin und Herausgeberin von Büchern, zuletzt Cyberwar. Ihre Kolumne „Aus dem Maschinenraum“ erschien von 2010 bis 2019 im Feuilleton der FAZ. Sie lebt in Berlin und ist ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Sie war Sachverständige der Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestags. Sie erhielt den Toleranz-Preis für Zivilcourage und die Theodor-Heuss-Medaille. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
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Nuntiovolo.de: Update zur Rückkehr nach Myranor: Neue Schnellstarterversion, Ankündigung einer Starterbox und mehr
Es gibt Neuigkeiten zum Fortgang der Arbeiten am Crowdfunding der Rückkehr nach Myranor von Uhrwerk. Die Schnellstartregeln liegen nun in einer nach dem ersten Feedback erratierten Version vor, die wie die erste kostenlos bei Uhrwerk heruntergeladen werden kann. Des weiteren gibt es einige Produktneuigkeiten:
- Unterstützende des Crowdfundings mit Grundregelwerk im Paket erhalten den Schnellstarter mit einem zusätzlichen Szenario anstatt des Regel- und Hintergrundteils, der sich ja im Regelwerk findet.
- Das Cover des Deluxe-Regelbuchs bekommt eine Goldprägung des ursprünglichen „Von Shindrabar nach Xarxaron“-Covers von Caryad.
- Nach Auslieferung des Crowdfundings wird es eine Starterbox geben, die die Charaktere aus dem Schnellstarter in einer Einstiegskampagne von Mháire Stritter weiterführen lässt.
Quellen: Game On Tabletop, Uhrwerk
#Pnpde #crowdfunding #DD5E #GameOnTabletop #Myranor #MyranorStarterbox #RückkehrNachMyranor #Uhrwerk
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Die Jury stritt heftig bei den 44. Tagen der deutschsprachigen Literatur. Aber auf Helga Schubert als Siegerin konnte man sich gut einigen. Die rege 80-Jährige bekommt die Auszeichnung für ihren Text "Vom Aufstehen".
Helga Schubert erhält den Bachmann-Preis 2020 | DW | 21.06.2020
#HelgaSchubert #Bachmann-Preis2020 #TagederdeutschsprachigenLiteratur #TddL #Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb #Klagenfurt #Literaturpreis #Auszeichnung -
Bombardierung des Iran bringt die Welt einem Atomkrieg näher
Die #Friedensnobelpreisträgerorganisation #IPPNW verurteilt die Militärschläge der #USA und Israels gegen den #Iran aufs Schärfste und fordert einen sofortigen #Waffenstillstand, um eine weitere Eskalation und den Verlust von Menschenleben zu verhindern. Die #Bundesregierung müsse die #Militärschläge verurteilen und sich weiter für eine diplomatische Lösung einsetzen. Die #Bombardierungen durch beide Staaten sind völkerrechtswidrig, bedrohen die #Zivilbevölkerung und destabilisieren die gesamte Region. Sie stehen den Bemühungen der EU entgegen, den gewaltsamen Konflikt durch Verhandlungen zu deeskalieren.
Der Iran verfügt nach Einschätzung der Internationalen #Atomenergiebehörde (IAEO) und des US-#Geheimdienstes derzeit nicht über ein aktives #Atomwaffenprogramm. Er ist im Gegensatz zu #Israel Mitglied des #Nichtverbreitungsvertrages und hat in der Vergangenheit strengen Inspektionen durch die #IAEO zugestimmt. Die strittigen Fragen um den möglichen zivil-militärischen „Dual-Use“-Charakter des iranischen #Nuklearprogramms müssen im Rahmen der bestehenden völkerrechtlichen Vereinbarungen wie dem #Atomwaffensperrvertrag gelöst werden. Die Angriffe auf den Iran untergraben jedoch in höchstem Maße die laufenden diplomatischen Bemühungen, die Nichtverbreitungsbemühungen in der Region wiederherzustellen. Der Rückzug aus dem 2015 beschlossenen Iran-Atomabkommen unter der ersten #Trump-Regierung hat bereits maßgeblich zu dieser jüngsten regionalen und globalen Krise beigetragen. Wie kontraproduktiv für die Verhandlungen die Angriffe sind, zeigt die gestrige Ankündigung des iranischen #Parlaments, aus dem Atomwaffensperrvertrag auszutreten.
Weiter in der Erklärung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs IPPNW.
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Die Effekthascher der Medienwelt
Klar, dass der Spiegel da in der ersten Reihe spielt. Fünf Zeilen aus einem aussergewöhnlich tiefgehenden Juliette Binoche-Porträt des Guardian werden aufgeblasen. Mein Tipp: lesen Sie lieber das Original. Da lernen Sie was über Kunst.
Owen Myers/Guardian: “‘I told him, ‘Go ahead, do it’: Juliette Binoche on how a strangling attack as a teen inspired her directorial debut – The French actor steps into unfamiliar – and bracingly raw – territory with In-I In Motion after four decades reigning the international arthouse. You have to go out of your comfort zone, she says, ‘otherwise you become a prude’”.
Barcas Schönheit
„Més que un club“ hat mal wieder die spanische Fussballmeisterschaft (der Herren; die Frauen gewinnen sowieso) gewonnen. Die deutsche Presse feiert das hinter Paywalls. Ausser
Florian Haupt/taz: “FC Barcelona wird spanischer Meister: Papas zweites Meisterstück – Der FC Barcelona sichert sich durch ein 2:0 gegen Real Madrid den Titel. Trainer Hansi Flicks Fußball begeistert ebenso wie seine Führungsqualitäten.”
Diese journalistische Hymne ist durchaus fachgerecht. Weil ich ihr vollständig zustimme, möchte ich jedoch eine Kritik ergänzen. Denn dieser beste und schönste Fussball der Welt ist dennoch im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden – gegen die zweitbeste Mannschaft aus Madrid. Weil der dienstälteste Spitzentrainer Europas, der Argentinier Diego Simeone, ihn entschlüsselt hat. Die Gesamtbilanz gegen diesen Gegner ist bescheiden. Bei Barca-Fans ist er zurecht verhasst, weil er ein Zerstörer der Schönheit ist.
Warum ihm dieses Teufelswerk gelingt, und in der Vorsaison im Halbfinale schon Inter Mailand gelang (in zwei Partien, die in die Lehrbücher des besten Fussballs der Welt gehören; unmittelbar danach erlitt ich meinen Herzinfarkt), ist im Spiel einfach zu erkennen. Die Abwehrreihe von Flicks Barca-Fussball steht so hoch, dass sie für erstklassige Konter immer überwindbar ist. Wenn es in 90-95% der Fälle Abseits ist, bleiben 5-10%, die zum Gegentor führen können. Und es oft auch tun. Das wusste schon Hennes Weisweiler 1965, weswegen er 1969 Sieloff und Müller (“Luggi”) nach Mönchengladbach holte.
Entweder Flick lernt von Weisweiler, oder sein Team bleibt immer nur eine der besten Mannschaften der Welt. Aber die Schönste.
Und jetzt wirds ernst
Keine schöne Nebensache, sondern eine Hauptsache deutschen Medienwesens:
René Martens/MDR-Altpapier: “Neue Grenzüberschreitungen – Die ‘Tagesschau’ bezeichnet Gleichberechtigung als ‘strittiges Thema’ – als wäre Artikel 3 des Grundgesetzes verhandelbar. Und der Chefredakteur von ‘ARD aktuell’ sieht kein Problem darin, ‘Nius’ in den ‘Tagesthemen’ zu Wort kommen zu lassen, solange das ‘eingeordnet’ wird.”
Der beste Kommentar dazu findet sich in der taz-Karikatur (nur heute auffindbar) von Dorthe Landschulz.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Das neue @altpapier von @renemartens
Neue Grenzüberschreitungen
Die "Tagesschau" bezeichnet Gleichberechtigung als "strittiges Thema" – als wäre Artikel 3 des Grundgesetzes verhandelbar. Und der Chefredakteur von "ARD aktuell" sieht kein Problem darin, "Nius" in den "Tagesthemen" zu Wort kommen zu lassen, solange das "eingeordnet" wird. René Martens kommentiert heute die Medienberichterstattung.
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#Btw25 #Rechtsstaat #Demokratie #Justiz #TeamResopal #JuraBubble #XStreaming
Morgen ist Bundestagswahl. Wer noch nicht per Briefwahl oder früher Wahl abgestimmt hat, hat also morgen etwas vor.
Aber: der Tag morgen ist lang. Und nicht jeder erträgt abends Hochrechnungen und Wahlsendungen.
Deshalb gibt es vom @Orkan_der_rechtspflege und mir für alle, die gewählt haben, eine kleine Belohnung, die man auch als Ablenkung nutzen kann:
Episode 6 unseres Video-Podcasts "Samt_vs_Seide". Das Thema ist hochaktuell und in nicht nur Fachkreisen sehr strittig - auch und gerade zwischen Anwält*innen (wie dem Orkan) und Richter*innen (wie mir).
Wer wissen will, ob wir uns auch gezofft haben, kann ab Sonntag, 23.2.2025 um 9.30h hier klicken:
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Die Effekthascher der Medienwelt
Klar, dass der Spiegel da in der ersten Reihe spielt. Fünf Zeilen aus einem aussergewöhnlich tiefgehenden Juliette Binoche-Porträt des Guardian werden aufgeblasen. Mein Tipp: lesen Sie lieber das Original. Da lernen Sie was über Kunst.
Owen Myers/Guardian: “‘I told him, ‘Go ahead, do it’: Juliette Binoche on how a strangling attack as a teen inspired her directorial debut – The French actor steps into unfamiliar – and bracingly raw – territory with In-I In Motion after four decades reigning the international arthouse. You have to go out of your comfort zone, she says, ‘otherwise you become a prude’”.
Barcas Schönheit
„Més que un club“ hat mal wieder die spanische Fussballmeisterschaft (der Herren; die Frauen gewinnen sowieso) gewonnen. Die deutsche Presse feiert das hinter Paywalls. Ausser
Florian Haupt/taz: “FC Barcelona wird spanischer Meister: Papas zweites Meisterstück – Der FC Barcelona sichert sich durch ein 2:0 gegen Real Madrid den Titel. Trainer Hansi Flicks Fußball begeistert ebenso wie seine Führungsqualitäten.”
Diese journalistische Hymne ist durchaus fachgerecht. Weil ich ihr vollständig zustimme, möchte ich jedoch eine Kritik ergänzen. Denn dieser beste und schönste Fussball der Welt ist dennoch im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden – gegen die zweitbeste Mannschaft aus Madrid. Weil der dienstälteste Spitzentrainer Europas, der Argentinier Diego Simeone, ihn entschlüsselt hat. Die Gesamtbilanz gegen diesen Gegner ist bescheiden. Bei Barca-Fans ist er zurecht verhasst, weil er ein Zerstörer der Schönheit ist.
Warum ihm dieses Teufelswerk gelingt, und in der Vorsaison im Halbfinale schon Inter Mailand gelang (in zwei Partien, die in die Lehrbücher des besten Fussballs der Welt gehören; unmittelbar danach erlitt ich meinen Herzinfarkt), ist im Spiel einfach zu erkennen. Die Abwehrreihe von Flicks Barca-Fussball steht so hoch, dass sie für erstklassige Konter immer überwindbar ist. Wenn es in 90-95% der Fälle Abseits ist, bleiben 5-10%, die zum Gegentor führen können. Und es oft auch tun. Das wusste schon Hennes Weisweiler 1965, weswegen er 1969 Sieloff und Müller (“Luggi”) nach Mönchengladbach holte.
Entweder Flick lernt von Weisweiler, oder sein Team bleibt immer nur eine der besten Mannschaften der Welt. Aber die Schönste.
Und jetzt wirds ernst
Keine schöne Nebensache, sondern eine Hauptsache deutschen Medienwesens:
René Martens/MDR-Altpapier: “Neue Grenzüberschreitungen – Die ‘Tagesschau’ bezeichnet Gleichberechtigung als ‘strittiges Thema’ – als wäre Artikel 3 des Grundgesetzes verhandelbar. Und der Chefredakteur von ‘ARD aktuell’ sieht kein Problem darin, ‘Nius’ in den ‘Tagesthemen’ zu Wort kommen zu lassen, solange das ‘eingeordnet’ wird.”
Der beste Kommentar dazu findet sich in der taz-Karikatur (nur heute auffindbar) von Dorthe Landschulz.
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Die Effekthascher der Medienwelt
Klar, dass der Spiegel da in der ersten Reihe spielt. Fünf Zeilen aus einem aussergewöhnlich tiefgehenden Juliette Binoche-Porträt des Guardian werden aufgeblasen. Mein Tipp: lesen Sie lieber das Original. Da lernen Sie was über Kunst.
Owen Myers/Guardian: “‘I told him, ‘Go ahead, do it’: Juliette Binoche on how a strangling attack as a teen inspired her directorial debut – The French actor steps into unfamiliar – and bracingly raw – territory with In-I In Motion after four decades reigning the international arthouse. You have to go out of your comfort zone, she says, ‘otherwise you become a prude’”.
Barcas Schönheit
„Més que un club“ hat mal wieder die spanische Fussballmeisterschaft (der Herren; die Frauen gewinnen sowieso) gewonnen. Die deutsche Presse feiert das hinter Paywalls. Ausser
Florian Haupt/taz: “FC Barcelona wird spanischer Meister: Papas zweites Meisterstück – Der FC Barcelona sichert sich durch ein 2:0 gegen Real Madrid den Titel. Trainer Hansi Flicks Fußball begeistert ebenso wie seine Führungsqualitäten.”
Diese journalistische Hymne ist durchaus fachgerecht. Weil ich ihr vollständig zustimme, möchte ich jedoch eine Kritik ergänzen. Denn dieser beste und schönste Fussball der Welt ist dennoch im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden – gegen die zweitbeste Mannschaft aus Madrid. Weil der dienstälteste Spitzentrainer Europas, der Argentinier Diego Simeone, ihn entschlüsselt hat. Die Gesamtbilanz gegen diesen Gegner ist bescheiden. Bei Barca-Fans ist er zurecht verhasst, weil er ein Zerstörer der Schönheit ist.
Warum ihm dieses Teufelswerk gelingt, und in der Vorsaison im Halbfinale schon Inter Mailand gelang (in zwei Partien, die in die Lehrbücher des besten Fussballs der Welt gehören; unmittelbar danach erlitt ich meinen Herzinfarkt), ist im Spiel einfach zu erkennen. Die Abwehrreihe von Flicks Barca-Fussball steht so hoch, dass sie für erstklassige Konter immer überwindbar ist. Wenn es in 90-95% der Fälle Abseits ist, bleiben 5-10%, die zum Gegentor führen können. Und es oft auch tun. Das wusste schon Hennes Weisweiler 1965, weswegen er 1969 Sieloff und Müller (“Luggi”) nach Mönchengladbach holte.
Entweder Flick lernt von Weisweiler, oder sein Team bleibt immer nur eine der besten Mannschaften der Welt. Aber die Schönste.
Und jetzt wirds ernst
Keine schöne Nebensache, sondern eine Hauptsache deutschen Medienwesens:
René Martens/MDR-Altpapier: “Neue Grenzüberschreitungen – Die ‘Tagesschau’ bezeichnet Gleichberechtigung als ‘strittiges Thema’ – als wäre Artikel 3 des Grundgesetzes verhandelbar. Und der Chefredakteur von ‘ARD aktuell’ sieht kein Problem darin, ‘Nius’ in den ‘Tagesthemen’ zu Wort kommen zu lassen, solange das ‘eingeordnet’ wird.”
Der beste Kommentar dazu findet sich in der taz-Karikatur (nur heute auffindbar) von Dorthe Landschulz.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger